Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald

Fachgebiet Zoologie

Der Holzkäfer peltis grossagilt auf bayerischer Seite als ausgestorbenDie Zoologische Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald beschäftigt sich mit einer großen Bandbreite an taxonomischen Gruppen von den Weichtieren über Arthropoden bis Wirbeltieren. Einzelne Arten, wie Buchdrucker, Auerhahn, Rothirsch, Luchs, Reh, sowie verschiedene Fledermausarten, sind von besonderer Bedeutung für das Nationalpark-Management, die Besucherinformation oder auch die Natura2000 Berichtspflichten. Für sie werden daher Biologie, Raumnutzung und die Interaktion mit dem Menschen untersucht.

Darüber hinaus stellt die Rolle des Buchdruckers als Ökosystem-Ingenieur einen Forschungsschwerpunkt dar. Populationsgenetische Untersuchungen erfolgen an Arten für die der Nationalpark eine besondere Schutzverantwortung trägt, z.B. die Bergglasschnecke, Habichtskauz oder Ringdrossel.

Ein weiterer Schwerpunkt der zoologischen Forschung sind Gemeinschaftsanalysen artenreicher Tiergruppen wie Käfer, Wanzen, Zikaden und Schmetterlinge. Dabei werden die vielfältigen Reaktionen der Artenzusammensetzung bezüglich ihrer Eigenschaften auf die natürlichen Dynamiken wie Borkenkäferfrass, die menschlichen Eingriffe wie Holzeinschlag in den Managementbereichen, aber auch Verschiebungen im Klima, untersucht.

Darüber hinaus wird dabei auch versucht zu verstehen, welche Prozesse die Bildung lokaler Artengemeinschaften bestimmen. Für alle Bereiche werden sowohl Daten aus Telemetrie, Genetik und Artnachweise aus standardisierten Erfassungen, aber auch Habitatinformationen aus Fernerkundung und Waldinventuren verwendet.