Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Phänologisches Monitoring

Projektart:

Monitoring

Projektpartner:

Humboldt-Universität zu Berlin

Ziel:

Auswirkungen von Umweltveränderungen auf definierte Phänophasen (z.B. Blattaustrieb, Blühbeginn etc.)

Kurzbeschreibung:

Das Wort Phänologie stammt aus dem Griechischen und bedeutet in wörtlicher Übersetzung „Lehre von den Erscheinungen“.

Die Phänologie befasst sich mit dem im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen bei Pflanzen und Tieren. Bei den Pflanzen werden die Eintrittszeiten charakteristischer Vegetationsphasen beobachtet und festgehalten. Zu diesen gehören z.B. der Beginn der Blattentfaltung, das Auftreten des ersten Maitriebs, der Beginn der Blüte, der Zeitpunkt von Laubverfärbung oder der allgemeine Blattfall. Änderungen in der Phänologie sind ein leicht zu beobachtender Indikator für Veränderungen in der Biosphäre. So stehen die Phänophasen in enger Beziehung zur Witterung und zum Klima und eignen sich daher für verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen. Phänologische Datensätze finden beispielsweise zunehmend Verwendung in der Klimaforschung. Der Zusammenhang zwischen einer Temperaturerhöhung im Frühjahr und dem damit verbundenen früheren Austrieb der Bäume ist mittlerweile unbestritten.

Im Nationalpark Bayerischer Wald befinden sich vier Phänologische Gärten. Diese sind über alle ökologische Höhenstufen (Tallage, Hanglage, Hochlage) verteilt.