Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald

Fachgebiet Ökologie

Totholz ist wesentlicher Bestandteil des Waldökosystems an das eine Vielzahl an Organismen gebunden ist (Foto Schiener)Ökologie (griechisch: oikos = Haus und logos = Lehre) ist die Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen belebter und unbelebter Umwelt. Sie ist eine Systemwissenschaft, in der die Erkenntnisse aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereichen zusammenfließen. Ökologische Forschung und ökologisches Monitoring wird im Nationalpark mit zwei Schwerpunkten verfolgt.

Zum einen werden die Zusammenhänge zwischen den vorhandenen Artengemeinschaften unterschiedlicher Artengruppen (z.B. Gefäßpflanzen, Pilzen, Flechten, Vögel und Insekten) und den steuernden Umweltfaktoren untersucht. Zu diesen gehören abiotische Faktoren wie Klima und Boden, aber auch Waldstrukturen (Waldbestände mit Totholz, unterschiedlichen Alters oder Beschirmungsgraden etc.), die für die Verteilung der Arten im Wald eine gewichtige Rolle spielen.

Im Jahr 2006 hat die Nationalparkverwaltung ein nationales interdisziplinäres Projekt (BIOKLIM-Projekt; Biodiversitäts- und Klimaprojekt - siehe "Weiterführende Informationen") eingerichtet, um Folgen des Klimawandels aber auch des Prozessschutzes („Natur Natur sein lassen“) auf 25 verschiedene Artengruppen zu untersuchen.

Zum anderen werden in eigenständigen Monitoringprogrammen des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz und des Umweltbundesamtes in zwei Kleineinzugsgebieten der Großen Ohe Stoffeinträge aus der Atmosphäre (Säure, Schwefel, Stickstoff) und deren Auswirkungen auf den Zustand der Böden und die Qualität von Boden-, Grund- und Bachwasser erfasst. Untersucht werden auch die stofflichen Wechselwirkungen mit denjenigen Veränderungen im Lebensraum, die durch flächenhaftes Absterben von Fichtenaltbeständen hervorgerufen werden.