Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

  • Druckversion

Klimatologisches Monitoring

Projektart:

Monitoring (seit 1972)

Projektpartner:

Deutscher Wetterdienst
Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft

Kurzbeschreibung:

Entwicklung der Klimaforschung

Vor Gründung des Nationalparks befanden sich ausschließlich Messgeräte zur Erfassung des Niederschlags im Bereich zwischen Rachel und Lusen. Für im Nationalpark vergleichsweise überdurchschnittlich auftretende Verhältnisse (Vielzahl an Hängen mit Südwest-Exposition zwischen 800 und 1100 m ü.NN) existierten keine Stationen mit umfassendem Messprogramm. Aus diesem Grund wurde nach der Nationalparkgründung die Wetterstation in Waldhäuser errichtet und seit 1972 betrieben. Im Laufe der Zeit kamen durch verschiedene Monitoringprojekte (z.B. Projekt Große Ohe) weitere Klimastationen hinzu. Das heutige Konzept sieht vor, Referenzstationen in jeder ökologischen Höhenstufe mit umfassendem Messprogramm ganzjährig zu betreiben. Zusätzlich werden für spezifische Fragestellungen weitere Stationen betrieben. Alle Klimadaten werden mit Hilfe einer Datenbank archiviert, um bei Bedarf zeitnah Auskunft geben zu könen.

Forschungsaktivitäten:

  • Klimadaten als Grundlage ökologischer Forschung.
  • Zeitreihenanalysen zur Feststellung klimatologischer Veränderungen (z.B. Zu- oder Abnahme von Frosttagen etc.) im Rahmen der Klimaforschung.
  • Grundlage für die Erarbeitung von Bioindikation, Modellierung und Prognose zur Auswirkung des Klimawandels auf den Nationalpark Bayerischer Wald.

Wichtige Klimaparameter:

  • Lufttemperatur in 2 m Höhe
  • Lufttemperatur am Erdboden (5 cm über Boden)
  • Temperaturen im Erdboden (verschiedene Tiefen)
  • Luftfeuchtigkeit
  • Niederschläge
  • Sonnenscheindauer
  • Globalstrahlung
  • Windrichtung
  • Windstärke