Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald

Fachgebiet Fernerkundung

FernerkundungDie Fernerkundung über Luftbild-, Radar-, Laser- oder Satellitenaufnahmen ist ein wichtiges Instrument, um großflächig und langfristig Waldentwicklungen beobachten und dokumentieren zu können. Mit Fernerkundung kann der kostenintensive terrestrische Erfassungsaufwand beträchtlich reduziert und gefahrenträchtiger Personaleinsatz weitgehend vermieden werden. Nicht zuletzt ist es ein wichtiger Vorteil der Fernerkundung, störungsempfindliche Tier- und Pflanzenarten zu schonen.

Die ersten Luftbilder speziell für den Nationalpark wurden 1981 gemacht. Seit 1988 werden jährlich Befliegungen durchgeführt. Bis 2003 wurden die Luftbildaufnahmen mit einer Messkamera auf Color-Infra-Rotfilm (CIR) aufgezeichnet, seit 2004 erfolgen die Befliegungen mit einer digitalen Luftbildkamera in Echtfarben (RGB) und simultan im nahen Infrarot (NIR), welches in seiner Empfindlichkeit dem bisherigen CIR ähnelt. Gleichzeitig werden bei jeder Aufnahme via GPS (Global Position System) die Lagekoordinaten (x,y,z) des Flugzeugs im Raum sowie über INS (Inertial Navigation System) die Verdriftung festgehalten, so dass jedes Luftbild genau verortet werden kann.