Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

  • Druckversion

Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald

Fernerkundung

Generell bieten digitale Aufnahmen im Vergleich zu Fotos auf Filmemulsionen eine bessere Durchzeichnung aufgenommener Objekte. Mit Methoden computergestützter Bildverarbeitung können z.B. Gegenstände, die bei der Aufnahme im Schatten liegen, besser erkannt und analysiert werden.

Nach wie vor verhelfen Sensoren im Infrarot-Bereich zur besten Erkennbarkeit von lebender Biomasse. Chlorophyllhaltige Pflanzen wie Bäume, Sträucher und Bodenvegetation sind deutlich von nicht belebten oder bewachsenen Elementen (z.B. tote Bäume, nackter Boden, Wasser, asphaltierte Flächen oder Bauten) unterscheidbar. Aus diesem Grund wird die Auswertung von Flächen mit abgestorbenen Bäumen (z.B. durch Borkenkäfer) vornehmlich mit Infrarotaufnahmen durchgeführt.

Derzeit werden im Nationalpark zur Waldstrukturerkennung testweise auch flugzeuggestützte Laserscanning-Verfahren eingesetzt. Nach bisherigen Erfahrungen können diese neuen Sensoren nutzbringend zur Boden- und Oberflächenmodellgewinnung, zur Höhenberechnung von Einzelbäumen sowie bei entsprechender Softwareentwicklung zur automatisierten Kartierung von Einzelbäumen und Beständen führen.