Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasium Grafenau

Nationalpark-Schule Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasium Grafenau

„Wir sind Nationalpark! Endlich ist es so weit!“ - Mit dem Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasium (LLG) ist seit Oktober 2013 auch das erste Gymnasium zur Nationalparkschule. Seit 2011 haben bereits die Mittelschule Zwiesel, die Grundschule Neuschönau und die Montessorischule Freyung dieses besondere Prädikat erhalten, welches für eine enge Kooperation mit dem Nationalpark Bayerischer Wald steht.

Für das LLG ist der Nationalpark seit Jahren ein wertvoller Erfahrungs- und Lernraum. Ob Wochenprogramme im Jugendwaldheim oder verschiedenste Tagesangebote in den Wäldern des Nationalparks - die Schule hat in der Vergangenheit das Bildungsangebot des Nationalparks intensiv genutzt und dabei vielfältige Projekte gestemmt. Damit wurde der Grundstein gelegt für eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

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Elektronischer Wanderführer

GIS-Kurs für Gymnasiasten

Schüler bei der Datenaufnahme mit GPS-Geräten. (Foto: Kronschnabl) Aus welchen Postleitzahl-Bereichen kommen die Kunden des Elektronik-Großmarktes? Wie groß ist die Überschwemmungsgefahr in verschiedenen Zonen des Donautals? Wie hoch sind die Bäume in verschiedenen Zonen des Nationalparks? - Hinter all diesen Fragen steht eine Kernfrage: „Was befindet sich wo und wie kann man dies grafisch darstellen?“

In dreitägigen Workshops des Fachbereichs Geographie des Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark erlernten die Schülerinnen und Schüler der drei achten Klassen die Handhabung Geographischer Informationssysteme (GIS). Mithilfe dieser Software erstellen längst nicht mehr nur Geographen ihre Karten, auch in Logistik, Biologie oder Kriminologie wird sie genutzt.

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Projekttag der 10. Klassen zum Thema Waldökologie

Wie unterscheidet sich überhaupt der Wald im Nationalpark vom Wirtschaftswald? Wie ermittelt man eigentlich die Höhe eines Baumes? Wie bekommt man heraus, wieviel Totholz es im Wald gibt und warum gibt es im Nationalpark so viel davon? Antworten auf diese Fragen suchten die Schüler der 10. Klassen des Gymnasiums Grafenau und nutzten die Zeit kurz vor den großen Ferien Forschungs-Expedition in die Nationalparkwälder zwischen Hans-Eisenmann-Haus und Sagwasser. Dort begrüßte sie ein siebenköpfiges Team aus Waldführern und Nationalpark-Mitarbeitern.

Als „Nachwuchs-Forscher“ übten sich die 10. Klässler hier in der Kartierung von Waldstrukturen – Baumarten, Höhe und Durchmesser, Verjüngung und Totholz von Probeflächen wurde in Kleingruppen akribisch aufgenommen und in eine Karte übertragen. Der Vergleich zwischen jüngeren Fichtenwäldern und alten Bergmischwäldern, die schon längere Zeit ohne den Einfluss des Menschen verbleiben, zeigte die Unterschiede zwischen Nationalpark und Wirtschaftswald.

Warum die abgestorbenen Bäume wichtig sind und in den Wäldern des National-parks liegen bleiben, war dann das Thema der nächsten Station. Dort erklärte Nationalpark-Waldführer Sepp Resch, dass nicht nur der Mensch viel von Traditionen hält:„Wenn im Wald besondere Strukturen wie z. B. Totholz über lange Zeit ständig vorhanden sind, dann nennt man das Habitattradition. Diese Tradition schafft Lebensräume für besonders seltene Arten. So gibt es im Nationalpark gleich dreizehn Arten von Urwaldrelikt-Käfern. Das sind Käferarten, die in den meisten anderen Wäldern schon ausgestorben sind!“

Warum auch die Wissenschaftler des Nationaparks von Zeit zu Zeit Bäume vermessen und zählen, erfuhren die Schüler von Waldführer Willi Hoff: „In den Hochlagen des Nationalparks wurden zuletzt 2011 eine Inventur durchgeführt. Dabei werden auf Probeflächen alle Bäume, die größer sind als 20 cm, gezählt. Das machen wir, um zu überprüfen wie sich der Wald im Nationalpark entwickelt, vor allem in den großen Borkenkäferflächen. Hier wurden mehr als 4.300 kleine Bäume pro Hektar gezählt!“

Die Rolle von Pilzen im Ökosystem Wald erläuterte den Schülern Heinz Holzer von der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft auf spannende Art und Weise. Dabei erfuhren die Schüler unter anderem, dass ohne Pilze nicht nur unsere Wälder in ihrem eigenen Abfall versinken würden, sondern auch dass alle Bäume mit so genannten Mykorhizza-Pilzen eine Symbiose eingehen, über die sie mit Wasser und Nährsalzen versorgt werden. „Ohne Wald keine Pilz – ohne Pilze kein Wald!“ so das Fazit von Holzer.

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