Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Georg von Pasterwiz Grund- und Mittelschule Hohenau

Nationalpark-Schule Montessorischule Freyung

Seit 2011 zeichnet der Nationalpark Bayerischer Wald Schulen in der Region als „Nationalpark-Schulen“ aus. Dabei handelt es sich um eine feste, langfristig angelegte Verbindung von Schule und Nationalpark mit klaren Kriterien und Pflichten für beide Seiten: So bietet sich der Nationalpark unter anderem als außerschulischer Lernort an, wo Themen aus Unterricht und Lehrplan im Rahmen von Tagesveranstaltungen oder mehrtägigen Projekten praktisch umgesetzt und vertieft werden können. Dafür erklären sich die beteiligten Schulen bereit, typische Themenfelder des Nationalparks in den Unterricht zu integrieren. Außerdem entwickelt und organisiert der Nationalpark regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen für die Lehrkräfte der beteiligten Schulen.

„Nicht jede Schule hat einen Nationalpark direkt vor der Haustür; es ist also quasi Euer Nationalpark Bayerischer Wald, den Ihr nun noch besser kennenlernen könnt“, sprach Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl die Schüler direkt an. Die enge Partnerschaft mit dem Nationalpark sei für die Schulen eine Auszeichnung, aber auch für den Nationalpark sei sie ein Gewinn: „Unsere Nationalpark-Schulen tragen wesentlich zur Akzeptanzförderung schon bei den Kindern der Nationalparkregion bei; so hat diese Arbeit wirklich Zukunft. Insofern freuen wir uns, mit der Georg-von-Pasterwiz-Schule Hohenau einen weiteren sehr guten Partner gefunden zu haben“, so Leibl weiter. Betreut wird die Grund- und Mittelschule Hohenau vom Jugendwaldheim Wessely Haus, der ersten und ältesten Umweltbildungseinrichtung des Nationalparks, die ebenfalls in der Gemeinde Hohenau liegt.


Sächsisch-Bayerischer Jugendaustausch

Für 7. und 8. Klassen

Die Sächsischen Schäler im Bayerischen WaldDie Nationalparks Sächsische Schweiz und Bayerischer Wald pflegen es jedes Jahr einen Schüleraustausch in den anderen Nationalpark zu machen. Dieses Jahr gab es einen Austausch zwischen dem Goethe-Gymnasium Sebnitz und der Georg von Pasterwiz Grund- und Mittelschule Hohenau, die 2014 auch Nationalpark-Schule wurde. In der Woche 23. –27. Juni besuchten Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse des Goethe–Gymnasiums aus Sebnitz den Nationalpark Bayerischer, waren im Jugendwaldheim untergebracht und lernten von dort aus in verschiedenen Wanderungen, Aktionen und Exkursionen unser Schutzgebiet kennen.

Die bayerischen Schüler in DresdenEinen Tag verbrachten sie gemeinsam mit der „Austauschklasse“. Im Gegenzug durften die Schüler der 7. Klasse aus Hohenau zwischen 30. Juni und 4. Juli in die Sächsische Schweiz fahren.

Nach einer siebenstündigen Busfahrt wurde gegen 15 Uhr in der Unterkunft dem Jungendgästehaus in Liebethal (nähe Pirna) eingecheckt. Nachdem das Gepäck auf den Zimmern und die Koffer ausgepackt waren, ging es mit einer kurzen Wanderung im Sandsteingebirge um Liebethal los. Leider war es sehr regnerisch und daher kam die Gruppe komplett durchnässt ins Jugendgästehaus zurück. Nach kurzer Trockenzeit und Abendessen konnte abends, dank sehr guter Ausstattung des Hauses, das Achtelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Algerien miterlebt werden.

Dienstags ging es mit einem großen und guten Lunchpaket versorgt in die Stadt Wehlen, wo am Vormittag eine Wanderung in Gruppen mit dem Thema Wildnis & Industrialisierung/ Romantik/Mittelalter im vorderen Teil des Nationalparks auf dem Programm stand. Danach trafen sich die Kleingruppen am Steinernen Tisch, von dort aus wanderten wir gemeinsam zur Bastei, einem Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Von dort hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Elbe, den Lilienstein uvm. – es war sehr beeindruckend.

Anschließend gingen wir über die Schwedenlöcher, durch enge Felsnischen und Durchgänge zurück zum Bus. Die Schwedenlöcher haben ihren Namen aufgrund des Kalten Krieges. Dort wurden Besitztümer, wie z.B. Pferde, Schmuck, usw. vor den Schweden versteckt. Nachdem wir diese passiert hatten, wanderten wir am Amselsee und an der Felsenbühne bei Rathen vorbei und fuhren zuletzt mit der Elbfähre zum Bus. Nach einem vorzüglichen Abendessen trafen wir uns in unserem Gemeinschaftsraum und spielten ein paar Kooperationsspiele.

Am Mittwoch sind wir morgens mit dem Bus in den hinteren Teil des Nationalparks nach Hinterhermsdorf gefahren und in der Kirnitzschklamm gewandert. Dort haben wir das waldhistorische Erlebnisgelände „Waldhusche“ besucht und haben danach eine wildromantische Kahnfahrt auf der oberen Schleuse wiederum durch die Kirnitzschklamm gemacht. Zuletzt sind wir durch einen sehr engen und steilen Weg bis zum Königsplatz gewandert. Zum Tagesabschluss fuhren wir nach Pirna und haben bei einem Rundgang verschiedene Sehenswürdigkeiten besucht.

Donnerstag haben wir uns auf den Weg zur Schrammsteinbaude gemacht, wo wir die Sebnitzer Klasse trafen. Dort haben wir dann eine gemeinsame Wanderung im hinteren Teil des Nationalparks unternommen, welche mit einer „Ökorallye“ begleitet wurde. Danach haben wir uns noch kurz auf der Waldwiese versammelt, haben Naturerfahrungsspiele gemacht und sind dann zurück zum Bus gegangen, wo sich dann auch die Klasse aus Sebnitz wieder verabschiedete.

Wieder in Liebethal angekommen, haben wir alles für das anstehende Abschlussgrillen vorbereitet und haben uns all die guten Köstlichkeiten schmecken lassen. Gleich nach dem Grillen haben wir uns in den Bus gesetzt und sind zur Felsenbühne nach Rathen gefahren um uns kurzentschlossen das Musical „Dracula“ anzusehen.

Nach einem stärkenden Frühstück haben wir uns am Freitag auf den Rückweg nach Hohenau, mit einem ca. dreistündigen Aufenthalt in Dresden, gemacht. Dort haben wir uns noch die Sehenswürdigkeiten angeschaut und hatten dann noch kurz Zeit um ein bisschen bummeln zu gehen.

Gegen 18 Uhr, pünktlich zum Viertelfinale gegen Frankreich, sind wir heil und zufrieden in Hohenau angekommen. Es war anstrengend, aber auch ein tolles Erlebnis.

Wir haben sehr viel über die Landschaft, die Natur, über die Geschichte und auch über Bedeutung des Nationalparks Sächsische Schweiz und die gesamte Region Elbsandsteingebirge erfahren - so das Resumee.

Matthias Greiner – FÖJ im Jugendwaldheim