- Startseite >>
- Nationalpark >>
- Forschung
Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald

Aufgaben und Ziele
Auf Grundlage der Nationalparkverordnung verfolgt die Forschung im Nationalpark folgende Ziele:
• Erkundung des Aufbaus und der Entwicklung der natürlichen und naturnahen Lebensgemeinschaften
• Bereitstellung von Erkenntnissen für die Forstwissenschaft und die forstliche Praxis
• Lieferung von Erkenntnissen für den Naturschutz, über menschliche Einwirkungen sowie für die
internationale Beobachtung von Umweltveränderungen
• Unterstützung der Nationalparkverwaltung bei der Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben
Für alle Forschungen gilt, dass sie den Zweck des Nationalparks (§ 3) nicht beeinträchtigen dürfen. Die Forschung hat folgende Schwerpunkte:
1. Identifizierung von Arten, für die der Nationalpark eine besondere Verantwortung und Schutzverpflichtung hat mittels biogeographischer Analysen.
2. Untersuchung der Populationsdynamik ausgewählter Arten (Leuchtturmarten, managementrelevante oder funktional wichtige Arten), um die Regionalisierung des Nationalparks zu vertiefen und Alleinstellungsmerkmale des Nationalparks zu erarbeiten.
3. Erforschung und Quantifizierung natürlicher Prozesse in Ökosystemen wie Abbau von Holz, Streu oder Aas, Grundwasserbildung, Klimaveränderungen und Waldsukzession.
4. Sozioökonomische Forschung

Fachgebiete
Die wissenschaftliche Beobachtung und Forschung gehört zu den Hauptaufgaben eines Nationalparks. Schwerpunkt der Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald ist die wissenschaftliche Beobachtung und Dokumentation der vom Menschen ungelenkten und weitgehend natürlichen Entwicklung des Waldes und seiner Lebensgemeinschaften.
Die Waldentwicklung, die Lebensgemeinschaften und Artenausstattung werden anhand repräsentativer Ausschnitte über Langzeit-Monitoring (Dauerbeobachtungsflächen, Inventuren) dokumentiert. Spezielle Fragestellungen werden über Projektforschung, ggf. auch durch externe Institute behandelt.
Die sorgfältige Bestandsaufnahme der Naturausstattung im Nationalpark (Inventarisierung) ist Grundvoraussetzung zur Verwirklichung der Nationalparkzielsetzung.
Aus den wissenschaftlichen Beobachtungen im Nationalpark lassen sich Erkenntnisse für ungenutzte Ökosysteme wie auch für wirtschaftlich genutzte Bereiche außerhalb des Nationalparks ableiten und dabei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur erkennen. Bislang wurden im Nationalpark Bayerischer Wald über 680 Forschungsprojekte durchgeführt.

Forschungsprojekte
Die Nationalparkverwaltung führt eine Vielzahl von Forschungsprojekten durch, zum Teil in Eigenregie, zum Teil in Kooperation oder unter der Leitung von Universitäten und Hochschulen. Dabei gibt es Forschungsvorhaben die langfristige Entwicklungen erforschen, sogenannte Dauerbeobachtungsprojekte und eher kurzfristig auf bestimmte Fragestellungen ausgelegte Projekte. Über verschiedene Publikationsmedien werden die Ergebnisse zur Verfügung gestellt.
Forschungsprojekt „Totholz und Biodiversität“
Im Jahr 2012 startete die Nationalparkverwaltung auf den Managementflächen des Nationalparks ein groß angelegtes Totholzexperiment
Mehr Informationen zum Projekt: "Totholz und Biodiversität"
Forschungsprojekt Auerhuhn
Potentielle Störgrößen wie etwa Prädatoren, Wintertourismus oder Veränderung der Habitatqualität sollen quantifiziert und mit Angaben über die Stressbelastung der Auerhühner in Beziehung gesetzt werden
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Auerhuhn
Forschungsprojekt Fledermaus
Fledermäuse in Wäldern sind bis heute nur ungenügend erforscht. Daher sind Fragen was die Verteilung von Fledermäusen in einer Waldlandschaft steuert bis heute in Diskussion. Das aktuelle Forschungsprojekt des Nationalparks hat vier Ziele
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Fledermaus
Erforschung der Ökologie von Luchs und Reh im Bergwaldökosystem
Die Population des Luchsbestandes musste Ende der 90er Jahre trotz des hohen Schutzstatus als gefährdet eingestuft werden muss. Eine eingehende Untersuchung der Ökologie des Luchses und seines Hauptbeutetieres Reh wurden notwendig
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Luchs und Reh
Erforschung des Raum-Zeit-Verhaltens von Rothirschen
Die vorliegende Untersuchung ist ein erster Schritt, um grundlegende Daten über die aktuelle Raumnutzung von Rothirschen im Nationalpark Bayerischer Wald und dem Nationalpark Sumava zu erhalten
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Rothirsch
Forschungsprojekt Laserscanning und Biodiversität
Laserscannig erlaubt eine detaillierte Beschreibung auch komplexer Waldstrukturen. Diese wurden im Nationalpark bereits erfolgreich für die Ermittlung forstlicher Parameter eingesetzt
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Laserscanning
Forschungsprojekt: Waldökologische Schlüsselwerte in Bergmischwäldern
Das Fehlen harter Richtlinien für Naturschutzkonzepte in Bergmischwäldern war Grundlage zur Initiierung dieses DBU Projektes, das im Nationalpark Bayerischer Wald zwischen 2007 und 2010 durchgeführt wurde
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Waldökologie
Forsthydrologisches Monitoring im Einzugsgebiet Große Ohe
Forschungsverbund aus Bayerischem Landesamt für Umwelt, Bayerischer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaftsamt Deggendorf und Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Hydrologie
Integriertes Ökosystemmonitoring
Als ökosystemare Umweltbeobachtung ist Integriertes Monitoring auf Strukturen, Funktionen und Prozesse in den zu beobachtenden Systemen und Teilsystemen ausgerichtet
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt
Windwurf Monitoring
Die nunmehr fast 30-jährige Dauerbeobachtung auf den Windwurfflächen zeigt, dass die Regenerationsfreudigkeit der Bergwälder im Nationalpark Bayerischer Wald ungebrochen ist
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Windwurf Monitoring
Monitoring von Großsäugern in Waldgebieten
Die Kenntnis über die Größe der Bestände von Großsäugern ist die Grundlage jeglichen Gebiets- bzw. Artenmanagements. Bisher fehlen objektive, standardisierte und zuverlässige Methoden, um Bestandszahlen von Großsäugern zu ermitteln
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt Großtiermonitoring
Inventarisierungsprojekt: Gefäßpflanzen-Flora
War das Wissen über die Farn- und Blütenpflanzenflora des Nationalparks Bayerischer Wald lange Zeit sehr lückenhaft, so wird mit Abschluß einer Dissertation und drei vorangegangener Diplomarbeiten ein wichtiger Beitrag über seine Naturausstattung geleistet
Mehr Informationen zum Inventarisierungsprojekt
Modelluntersuchungen zum Wildtiermanagement in Schutzgebieten
Ziel dieses Projektes ist es, mit Hilfe von Methoden aus der ökologischen Modellierung die Ergebnisse und Daten aus 38 Jahren Nationalparkforschung zu analysieren und in logisch konsistenter Weise zu integrieren
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt: Modellierung Wildtiere
Projekt BIOKLIM
Globale Veränderungen und dadurch bedingte Veränderungen und Lebensraumverluste, verursacht durch menschliches Handeln, führen zu unabschätzbaren Verlusten weltweiter Biodiversität
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt: BIOKLIM

Natural Disturbance Conference from April 29 until May 3, 2013
Natural Disturbance – Post-Modern Lessons for Land Managers About Some Important Ecological Processes
Bavarian Forest National Park, Neuschönau, Germany
Disturbances have been recognized as important to the natural dynamics of ecosystems, particularly in the last two decades. Ecologists are increasingly gaining insights into the importance of these „catastrophies“ for natural regeneration, for enhancing biodiversity, for structuring landscapes and for restoring human-altered landscapes to more natural conditions. However, public scepticism towards the acceptance of natural disturbances in forests is still great.
The Bavarian Forest National Park contains the largest areas affected by bark beetles and blowdown in Central Europe. Researchers from many disciplines have investigated these processes and their impacts. Now the results will be presented and discussed in an international framework, considering research from similar disturbances elsewhere in Eurasia and North America.










