Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Der Boden lebt

Wo geht´s weiter?

Tagpfauenauge

Die schwarzen Raupen dieses Schmetterlingsleben in Gesellschaften an Brennesseln. Die Puppe ist hellbraun mit goldschimmernden Flecken. Nach ein bis zwei Wo- chen schlüpft der Falter. Besonders auffällig sind die vier großen Augenflecke, die der Abschreckung von Feinden dienen. Die Falter überwintern an kühlen und dunklen Orten und sind daher schon zeitig im Frühjahr zu sehen.

Buchdrucker

Diese etwa vier Millimeter große Borkenkäferart befällt in erster Linie geschwächte Fichten. Die Käfer bohren sich in die Rinde ein. Das Weibchen frißt den Muttergang, in dem es die Eier ablegt. Die Larven fressen Seitengänge, wodurch der Saftstrom im Bast der Rinde unterbrochen wird, was den Baum weiter schwächt und beim einem Massenbefall zum Absterben bringt. Der Borkenkäfer hat im Nationalpark den gleichen Stellenwert wie der Grasfrosch oder das Tagpfauenauge.

Grasfrosch

Das Froschweibchen legt bis zu 3000 Eier im Wasser ab. Nach etwa vier Wochen schlüpfen aus den Eiern die Kaulquappen. Diese entwickeln sich in zwei bis drei Monaten zum Frosch. Die Nahrung des Grasfrosches sind Insekten, Spinnen und Würmern. Der Grasfrosch überwintert im Wasser, Jungtiere bis zum dritten Lebensjahr auch an Land.






Boden - was ist das?

Boden ist die oberste Schicht der Erdkruste, die nach oben durch die Pflanzen, nach unten durch das geologische Ausgangsmaterial begrenzt ist. Sie ist - im Vergleich zum gesamten Erdball - hauchdünn. Boden ist ein Gemenge aus mineralischen Partikeln, Humus, Bodenlebewesen, Luft und Wasser. Boden ist die Schlüsselstelle des Kreislaufes von Werden und Vergehen. Boden ist die Lebensgrundlage von Pflanze, Tier und Mensch!

In einem Hektar Buchenwald fallen pro Jahr ca. 25 Millionen Blätter ab. Diese müssten sich eigentlich im Laufe der Jahre zu riesigen Bergen auftürmen. Doch Bodenlebewesen arbeiten als “Müllmänner" der Natur und zerkleinern mechanisch den pflanzlichen Abfall. Organische Verbindungen werden mit Hilfe von Pilzen und Bakterien in Grundbausteine abgebaut, die über die Wurzeln wieder aufgenommen werden. Können Sie sich vorstellen, dass in einer Hand voller Waldboden mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde leben?

Bedeutung des Bodens

Der Boden ist eine unserer wichtigsten Lebensgrund- lagen. Er wirkt wie ein Schwamm, der den Regen aufsaugt und ihn nur langsam in die tieferen Bodenschichten einsickern lässt. Dadurch wird das Wasser gereinigt und mit Sauerstoff angereichert. Durch sein großes Wasserspeichervermögen verzögert der Waldboden den Wasserabfluss und schützt so wirkungsvoll vor Hochwassergefahren.

Mit Hilfe dieser Trichter können Sie erproben, welche Filterwirkung der Waldboden aufweist. Nehmen Sie verschmutztes Wasser, gießen Sie es in beide Trichter und achten Sie darauf, wie es wieder herauskommt.



1. Start 8. Tieren auf der Spur
2. Zur Ruhe kommen 9. Lebensraum Totholz
3. Mit Schwung hinein 10. Der Boden lebt
4. Naturklänge 11. Alles hängt voneinander ab
5. Mit sehenden Füßen und Händen 12. Nationalpark-Einsichten
6. Rund um den Baum 13. Die Waldwiese
7. Märchenwald Zurück zur Übersichtskarte

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