Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Barrierearme Naturkneippanlage in Spiegelau

Naturkneippanlage in Spiegelau (Foto: Maria Hußlein)

Es ist ein erfrischendes Erlebnis, wenn man im berühmten Storchenschritt die Naturkneippanlage in Spiegelau durchschreitet.

Was vom Rachel munter und moorig herunter rieselt, das bietet nun auch für Menschen mit Handicap Zugang zu dieser Erfahrung.

Unter Führung der Nationalparkverwaltung wurde eine der ältesten Einrichtungen der Gemeinde wieder auf Vordermann gebracht, erweitert und bei der Gelegenheit auch barrierearm gestaltet. Ein sanft fallender Pflasterweg führt nun ebenso in das Wasser der Schwarzach wie die klassischen Zugänge für alle, die hinein steigen können.

Natürlich ist es nicht durchgängig möglich, jede Ecke der Anlage nun auch mit Rolli zu erreichen. Da setzt die Natur Schranken, etwa durch ein sich veränderndes Bachbett und weichere Uferbereiche. Aber immerhin heißt es auch hier jetzt: Schuhe und Socken runter, Hosenbeine hochgekrempelt und auf zum Wechselbad mit kaltem Wasser und warmer Luft.

Leichter zugänglich werde die Anlage so nun auch für Senioren. Die Gesellschaft werde ja älter. Auch daran müsse man denken. Wenn das zunächst nicht zu den Kernaufgaben des Nationalparks gehöre, werde doch über die soziale Komponente auch die ökologische erlebbarer. Und schließlich hätte die Sanierung einen direkten Naturbezug, weil der Bachlauf für die Wasserbewohner durchgängiger geworden sei.

Nicht zuletzt wird die angebrachte „Archimedesschraube“ als Wasserpumpe und kreatives Spielzeug dafür sorgen, dass gerne auch Familien mit Kindern kommen. Die Gemeinde erhalte so wieder einen touristischen Anziehungspunkt vom Nationalpark „gestellt“.