Nationalpark
Bayerischer Wald

Arten- und Biotopschutz

Schwarzstorch

Die dauerhafte Sicherung der natürlichen Artenvielfalt zählt weltweit zu den vorrangigen Aufgaben von Nationalparken. Dieser Auftrag soll im Nationalpark Bayerischer Wald vorrangig über den großflächigen Schutz der Lebensräume und durch Zulassen von natürlicher Entwicklung erfüllt werden.

Im Nationalpark Bayerischer Wald sind bislang rd. 1.300 Pilzarten, rd. 800 höhere Pflanzenarten und rd. 2.500 verschiedene Tierarten registriert. Die Vielfalt an niederen Organismen wie z.B. Insekten, Pilze, Flechten, Moose, Algen sind allerdings bisher nur bruchstückhaft bekannt.

Zum Schutz störungsempfindlicher Tierarten und zur Vermeidung von Schäden an der Vegetation wurden durch die Einschränkung des Betretungsrechts gezielte Schutz- und Lenkungsmaßnahmen getroffen. Das Netz an Besucherwegen ist so konzipiert, dass möglichst große zusammenhängende, für den Artenschutz wertvolle Gebiete von Störungen verschont bleiben und Zerschneidungseffekte minimiert werden.

Tier- und Pflanzenarten, die aus dem Gebiet ganz oder teilweise verdrängt wurden, soll eine Rückkehr oder eine artgerechte Wiederansiedlung ermöglicht werden. Im Einzelfall können Stützungs- oder Pflegemaßnahmen dem Verlust gefährdeter und seltener Arten vorbeugen.

Der Nationalpark stellt für viele Tier- und Pflanzenarten nur einen Teillebensraum dar. Die Planung und Koordinierung von Arten- und Biotopschutzmaßnahmen erfordert daher in der Regel einen Nationalpark übergreifenden Ansatz und bezieht die benachbarten und umgebenden Schutzgebiete Nationalpark Sumava und Naturpark Bayerischer Wald mit ein.

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