Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Waldgeschichtliches Museum St. Oswald

Das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald (Foto: Alice Alteneder)

Museums-Idee

Das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald lässt sich nicht in Kategorien wie naturkundlich, historisch etc. einteilen – das Thema Waldgeschichte wird möglichst umfassend und aus verschiedenen Blickrichtungen betrachtet.

Drei Themenkomplexe werden in den drei Stockwerken des Museums vorgestellt. Inhaltlich sind sie eng verzahnt, folgen aber keinem linearen Aufbau, sondern stehen jeweils für sich und sind so je nach Interesse kombinierbar.

Die Besucher können auf Entdeckungsreise gehen und „Waldgeschichte“ erkunden. Gleichzeitig erlaubt dieses modulare Konzept Führungen individuell zusammenzustellen – ideal für Schulklassen.

Zielgruppe

Das Museum spricht vor allem Kinder, Jugendliche, Schüler und Familien. Deshalb wurde bei der Neukonzeption des Museums besondere Rücksicht auf die Lehrpläne der Schulen genommen. So kann das Waldgeschichtliche Museum mit seiner neuen Ausstellung einen wichtigen Teil der ökologischen, historischen und kulturellen Ausbildung der jungen Generation abdecken.

Das Museum ist in die ökologische Bildungsarbeit des Nationalparks Bayerischer Wald integriert. Vor diesem Hintergrund ist auch die Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Šumava zu sehen; in einem gemeinsamen Projekt werden für das Museum und weitere Bildungseinrichtungen beider Nationalparke ökologische Bildungskisten für die museumspädagogische, grenzüberschreitende Arbeit zusammengestellt.

Forschung

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Universitäten Regensburg, Würzburg, Passau, Wien und Budweis ist ein Netzwerk entstanden, das Studenten verschiedener Fachrichtungen die Möglichkeit gibt, im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald zu forschen bzw. Seminar- und Abschlussarbeiten zu schreiben. Auch in Zukunft wird das Museum als Anlaufstelle für Praktikanten und Freiwillige aus der ganzen Welt offen stehen.

Bereits im Vorfeld zur Neukonzeption haben diverse Workshops mit Studenten verschiedener Fachrichtungen stattgefunden. Sie hatten zum Ziel, die geplanten Inhalte für die Zielgruppe zu optimieren und die Konzeption zu evaluieren.

Multimedia-Guide

Ein weiteres innovatives Projekt, das mit Schülern des Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasiums Grafenau im WGM umgesetzt wird, ist der Multimedia-Guide. Diese von der Bayerischen Sparkassenstiftung initiierte und geförderte Maßnahme will für das Museum und die Highlights der Region einen Multimedia-Führer installieren. Im Zuge der Realisierung werden mit den Schülern Inhalte erarbeitet, aufbereitet und für den Guide umgesetzt. Dadurch bekommen die Schüler auch einen detaillierten Einblick in die Arbeitswelten des Nationalparks und seiner Abteilungen.

Kulturelles Netzwerk

Ein lebendiges Museum basiert nicht nur auf einem guten Konzept, sondern auch auf der Vernetzung mit dem kulturellen Leben der Region. Gerade deshalb ist der Museumsleitung daran gelegen, mit den Vereinen und Institutionen vor Ort zusammenzuarbeiten und ihnen ein „offenes Haus“ zu bieten. Derzeit finden wöchentlich im Schnitt drei Veranstaltungen statt, vom Theater über Konzerte bis hin zu Fachtagungen. Diese Strategie soll auch in Zukunft weiterentwickelt werden.