Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Waldgeschichtliches Museum St. Oswald

Das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald (Foto: Alice Alteneder)

Ausstellungen

Erdgeschoss

Am Eingang in das Hauptgebäude beginnt die eigentliche Ausstellung: 550 Millionen Jahre Bayerischer und Böhmerwald Der Besucher erfährt hier bspw. von der Entstehung des Gebirges, der Berge, Täler, Bäche, Flüsse und der so typischen Moore. Es gilt, ein Gefühl für die Landschaft zu vermitteln, sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Bayerischen Wald und dem Böhmerwald aufzuzeigen.

Vorgestellt werden auch die wichtigsten Landschaftsformen mit der jeweils typischen Fauna und Flora. Ein Fahrstuhl durch die Waldgeschichte verdeutlicht die Flexibilität des „Systems Wald“. Didaktisches Ziel dieser ersten Ausstellungseinheit ist die Vermittlung der Dynamik des Waldes und damit der Natur generell.

Untergeschoss

Seit der ersten Besiedelungswelle im Mittelalter hat der Mensch den Wald genutzt und dadurch beeinflusst, verändert, zerstört und umgewandelt. Er hat ihn gerodet, um Ackerflächen zu schaffen, er hat Brennholz und Pottasche für Glasöfen, Brenn- und Bauholz für Städte gewonnen und nutzt ihn heute auch zur Erholung. Seit 1970 ist nun der Nationalpark wesentlicher Faktor für den Tourismus im Bayerischen Wald / Böhmerwald.

Ausgehend von den ersten archäologischen Funden vor- und frühgeschichtlicher Wandertätigkeit werden in Ausstellungsmodulen im Untergeschoss die Schritte der Besiedelung der Region bis hin zur rezenten Parzellierung der Landschaft nachvollzogen. Dabei spielen natürlich die Handelswege „Goldener Steig“ und „Gulden Straß“ ebenso eine Rolle, wie das Triften auf den Bächen und Flüssen. Das Überleben im unwirtlichen Wald konnte über Jahrhunderte nur mit dem Wissen um den Rohstoff Holz bewerkstelligt werden.

Obergeschoss

Raues Klima, karge Böden und hartes Wirtschaften haben die Lebens-, Glaubens- und Arbeitswelten der Menschen in der Region geprägt. Kulturelle Äußerungen wie Kunst, Musik, Dialekt, Volksfrömmigkeit, Bräuche etc. sind zum Teil autochton aber auch durch den regen Austausch mit den Nachbarn in Böhmen entstanden und tradiert worden.

Unser „Bild“ vom Bayerischen Wald ist geprägt durch eine Reihe von Stereotypen und Klischees! Woher kommen diese Eindrücke?

Zuhören ist gefragt! In mehreren multimedialen Installationen kommen die „Waidler“ zu Wort und berichten von „ihrem“ Wald, ihren Erfahrungen und ihren Geschichten. Das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald blickt aber nicht nur in die Vergangenheit, es will auch zum Nachdenken anregen – über die Zukunft und Perspektiven des Bayerischen Waldes und des Böhmerwalds.