Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

08.10.2017
Nr. 100/2017
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Wolfsausbruch: Das ist am Wochenende passiert

Seit Freitag versuchen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln die aus dem Gehege ausgebrochenen Wölfe nach Möglichkeit lebend einzufangen. Bereits am Freitagvormittag wurde vergeblich versucht, die zu diesem Zeitpunkt noch in Gehegenähe befindlichen Wölfe mithilfe einer Treiberkette vorsichtig wieder ins Gehege zurück zu treiben. Über 30 Mitarbeiter sind seitdem in kleinen Teams sowohl mit Narkosegewehren als auch mit scharfer Munition bewaffnet im Gelände unterwegs. Zusätzliche Narkosegewehre entlieh sich die Nationalparkverwaltung bei den Tiergärten in Straubing und Lohberg. Bei den eigens mit Wärmebildkamera und Nachtsichtgeräten ausgerüsteten Tierpflegern, die durchgehend in den letzten beiden Nächten den Hochsitz an der Fanganlage besetzten, ließen sich die Tiere nicht blicken. Seit Samstag steht zudem eine beköderte Kastenfalle in der Nähe des Wolfsgeheges.

Da die Tiere nicht als Rudel unterwegs sind, sondern sich zwischenzeitlich allein oder zu zweit auf einer Fläche von etwa 50 Quadratkilometer bewegen, wird ein Einfangen zunehmend unwahrscheinlicher. Nachdem es im Verlauf des Samstags im Bereich Frauenau zu kritischen Situationen mit Personen und einem Wolf gekommen ist, wurde auch der Abschuss der Tiere, vorrangig in Ortsnähe, als finale Option beschlossen.

Im Verlauf des Sonntagvormittags kam es zu einer erneuten Wolfssichtung zwischen Zwieselerwaldhaus und Ludwigsthal, bei der das Tier, nachdem Fang- und Betäubungsversuche gescheitert waren, getötet wurde.

„Gehegewölfe sind in ihrem Verhalten nicht mit wilden freilebenden Wölfen zu vergleichen, sie zeigen gegenüber den Menschen wenig Scheu und ein anderes Verhalten. Wir können und werden hier zum Schutz der Menschen kein Risiko eingehen“ resümierte Franz Leibl, Leiter der Nationalparkverwaltung.


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