Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

25.04.2017
Nr. 34/2017
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Einer der uns das Wasser reichen kann

Professor Peter Haase stellt bei Waldnaturschutztagung des Nationalparks seine Forschung zur Gewässerökologie vor

Professor Peter Haase ist ein Experte für Gewässerökologie. Zusammen mit dem Nationalpark Bayerischer Wald betreut er derzeit eine Langzeitstudie zu sieben Bayerwald-Bächen. (Foto: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung)

Professor Peter Haase ist ein Experte für Gewässerökologie. Zusammen mit dem Nationalpark Bayerischer Wald betreut er derzeit eine Langzeitstudie zu sieben Bayerwald-Bächen. (Foto: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung)

Neuschönau/Frankfurt. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie will Seen, Bäche und Flüsse wieder in einen guten Zustand versetzen. Aktuell trifft dies jedoch auf rund 90 Prozent der Gewässer nicht zu. Professor Peter Haase, der für die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit Sitz in Frankfurt am Main arbeitet und an der Universität Duisburg-Essen lehrt, ist ein Experte für dieses Dilemma. Der Biologe ist einer der Hauptredner der Waldnaturschutztagung, die Ende April mit knapp 200 teilnehmenden Forschern aus 22 Ländern der ganzen Welt im Hans-Eisenmann-Haus stattfindet. 

„Die Gewässer sind letztendlich der jeweils tiefste Punkt der Landschaft, hier sammeln sich alle Probleme des Einflussgebiets“, beschreibt Haase sein Fachgebiet. „Deswegen ist die Gewässerökologie auch so komplex und vielschichtig.“ Naturnahe Bäche, die in gutem ökologischem Zustand sind, finden er und seine Kollegen in Deutschland nahezu ausschließlich in Schutzgebieten wie dem Nationalpark Bayerischer Wald. Deswegen startete 2016 ein gemeinsames Fließgewässer-Monitoring.

Für sieben Nationalparkbäche – allesamt mit Trinkwasserqualität – sollen dabei Langzeitanalysen entstehen. Das aktuelle Projekt von Haase und Co. will zum Beispiel mögliche Effekte des Klimawandels dokumentieren. So könnten etwa wärmeliebende Arten einwandern, was wiederum weitere Einflüsse auf die Lebensgemeinschaften der Gewässer hätte. 

Die bei diesem und anderen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse fließen dank Haase in gesamteuropäische Überlegungen mit ein. Der Professor bringt die Hilfe für verunreinigte Gewässer aber schon jetzt auf eine scheinbar simple Formel: „Wir müssen unsere Landnutzung im Allgemeinen und unsere Landwirtschaft im Speziellen umstrukturieren.“ Der Ist-Zustand sei für die meisten Gewässer einfach zu belastend.

 

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Professor Peter Haase ist ein Experte für Gewässerökologie. Zusammen mit dem Nationalpark Bayerischer Wald betreut er derzeit eine Langzeitstudie zu sieben Bayerwald-Bächen. (Foto: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung)

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