Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

23.12.2015
Nr. 049/15
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Neues WC-Häuschen am Wistlberg

Nach Brandstiftung: Nationalpark-Mitarbeiter ersetzen Toilette am Wanderparkplatz bei Finsterau in Rekordzeit

Freuen sich über das neue WC-Häuschen am Wistlberg: Ernst Kandlbinder, Bürgermeister der Gemeinde Mauth-Finsterau, (Mitte) Stefan Vießmann, Leiter des Nationalpark-Servicecentrums Lusen, (rechts) und sein Mitarbeiter Willi Köck (links), der die neue Toilettenanlage federführend instandgesetzt hat. Bild(er): Manuel Köppl, NPV BW

Freuen sich über das neue WC-Häuschen am Wistlberg: Ernst Kandlbinder, Bürgermeister der Gemeinde Mauth-Finsterau, (Mitte) Stefan Vießmann, Leiter des Nationalpark-Servicecentrums Lusen, (rechts) und sein Mitarbeiter Willi Köck (links), der die neue Toilettenanlage federführend instandgesetzt hat. Bild(er): Manuel Köppl, NPV BW

Manchmal sind es vermeintliche Selbstverständlichkeiten, die einem die größte Freude bereiten: Seit Kurzem steht wieder ein funktionierendes WC-Häuschen am Wanderparkplatz "Wistlberg" bei Finsterau (Landkreis Freyung-Grafenau). Nachdem der Vorgängerbau nach einer Brandstiftung in der Nacht vom 10. auf den 11. November in Flammen aufgegangen war, haben Mitarbeiter des Nationalparks Bayerischer Wald in gerade einmal vier Wochen eine neue Toilettenanlage aufgebaut – und das zu einem Viertel der sonst üblichen Kosten. „Wir sind dem Nationalpark für diese schnelle und kostengünstige Lösung äußerst dankbar“, sagte Ernst Kandlbinder, Bürgermeister der Gemeinde Mauth-Finsterau, bei der Erstbesichtigung des neuen WC-Häuschens am Wistlberg am vergangenen Donnerstag (siehe Bild).

Nach der Brandstiftung gab es für die Nationalparkverwaltung nur eine Frage: „Wie können wir das abgebrannte WC-Häuschen möglichst schnell und kostengünstig ersetzen“, erinnert sich Stefan Vießmann, Leiter des zuständigen Nationalpark-Servicezentrums Lusen in Altschönau. Mit einem vollständigen Neubau wären vier Mitarbeiter vier bis sechs Wochen lang beschäftigt gewesen. Kostenpunkt: rund 40.000 Euro. „Aber das war uns zu lang und zu teuer“, erklärt Vießmann.

Eine schnellere und kostengünstigere Lösung versprach eine baufällige Unterstellhütte unterhalb des Parkplatzes „Filzwald“ bei Sankt Oswald-Riedlhütte, die bald als idealer Rahmen für ein neues WC-Häuschen am Wistlberg ausgemacht war. Servicezentrum-Mitarbeiter Willi Köck kümmerte sich in den nächsten vier Wochen federführend um die Renovierung der Hütte. Unterstützt wurde Köck von Mitarbeitern der betriebseigenen Schreinerei und der Nationalpark-Dienststelle Neuschönau sowie durch ein privates Baggerunternehmen.

Noch kein Täter ermittelt

Zweimal war ein Tieflader am Wistlberg im Einsatz, zunächst um das abgebrannte WC-Häuschen ab-, und das zweite Mal um die neue Toilettenanlage anzutransportieren. Dazwischen hat Willi Köck zusammen mit der betriebseigenen Schreinerei das Holzständerwerk erneuert und zwei Holztüren gefertigt. Außerdem musste das Fundament auf dem Wanderparkplatz „Wistlberg“ wegen des größeren Grundrisses der neuen Toilettenanlage neu gegossen werden. Auch das Dach der Hütte und die Toiletteneinsätze wurden erneuert. Im Frühjahr, voraussichtlich im April, erhält das neue WC-Häuschen am Wistlberg sogar noch eine frische Schalung.

Insgesamt 30 Toilettenanlagen unterhält die Nationalparkverwaltung im Gesamtparkgebiet, davon 25 im Altpark. Der Schaden, der durch die jüngste Brandstiftung am Wistlberg entstanden ist, beträgt rund 40.000 Euro. Die Nationalparkverwaltung hat unverzüglich Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Bislang konnte jedoch noch kein Täter ermittelt werden.

Hintergrund

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist der erste und älteste Nationalpark in Deutschland und zugleich eines der größten Waldgebiete Mitteleuropas. 1970 gegründet und 1997 erweitert erstreckt sich der Nationalpark heute auf rund 24.250 Hektar in den niederbayerischen Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen. Damit ist das Schutzgebiet größer als Liechtenstein, San Marino, Monaco und der Vatikan zusammen. Etwa 7.300 Tier- und Pflanzenarten sind im Bayerischen Wald bereits nachgewiesen. Vermutlich leben aber doppelt so viele Arten im Nationalpark. Mit rund 1,3 Millionen Besuchern pro Jahr und fast 200 Beschäftigten in der Verwaltung ist der Nationalpark Bayerischer Wald Tourismusmagnet und Jobmotor der Region.

Bildunterschrift(en)

Freuen sich über das neue WC-Häuschen am Wistlberg: Ernst Kandlbinder, Bürgermeister der Gemeinde Mauth-Finsterau, (Mitte) Stefan Vießmann, Leiter des Nationalpark-Servicecentrums Lusen, (rechts) und sein Mitarbeiter Willi Köck (links), der die neue Toilettenanlage federführend instandgesetzt hat. Bild(er): Manuel Köppl, NPV BW

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