Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

10.10.2016
Nr. 48/16
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Neue Waldführer bringen viel Begeisterung mit

24 Teilnehmer absolvieren Ausbildung beim Nationalpark - Ehrenamtlicher Einsatz bei Führungen

Das ganze Jahr über wurden die neuen Waldführer auf ihre Aufgaben im Nationalpark vorbereitet – größtenteils bei Schulungen im Gelände. (Foto: Thomas Michler/Nationalpark Bayerischer Wald)

Das ganze Jahr über wurden die neuen Waldführer auf ihre Aufgaben im Nationalpark vorbereitet – größtenteils bei Schulungen im Gelände. (Foto: Thomas Michler/Nationalpark Bayerischer Wald)

Grafenau/Zwiesel. Gut ein halbes Jahr lang haben sich 24 Naturbegeisterte, hauptsächlich aus den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau, intensiv mit dem Nationalpark Bayerischer Wald beschäftigt. Nach einer erfolgreich bestandenen Prüfung am vergangenen Wochenende dürfen sie sich offiziell Waldführer nennen. Zusammen mit ihren neuen Kameraden der Pro-Nationalpark-Vereine bilden sie nun das Rückgrat der Umweltbildung im Nationalpark.

Dabei kam der diesjährige Jahrgang in den Genuss einer Premiere. Bisher war die Fortbildung als 14-tägiger Kurs konzipiert, heuer wurde das System auf sechs Blockseminare von zwei bis fünf Tagen Länge umgestellt. „Dadurch konnten wir die inhaltliche Dichte entzerren und Raum für neue Themen sowie Vertiefungen schaffen“, erklärt Nationalpark-Mitarbeiter Thomas Michler. So wurde der Waldführer-Nachwuchs zum Beispiel sehr genau in die Bereiche Walddynamik, biologische Vielfalt und Naturethik eingeführt. Insgesamt stand neben Fachvorträgen vor allem das Lernen bei Exkursionen im Gelände auf dem Programm. Zudem spielten die Einrichtungen des Parks, wie etwa das Haus zur Wildnis, das Jugendwaldheim oder das Waldspielgelände, eine große Rolle.

Eine „beeindruckende Fachkompetenz“, bescheinigt zum Beispiel Neu-Waldführer Andreas Gebhardt aus Zwiesel der Ausbildungsmannschaft des Nationalparks, die erstmal von einem Mitarbeiter der Universität Regensburg unterstützt wurde. „Man wird in das Innere des Waldes geführt und kann nicht ohne Begeisterung wieder rauskommen“, fasst Gebhardt die Schulung, die von Mai bis Oktober dauerte, zusammen.

Daran habe auch die schriftliche Prüfung am Ende – ebenfalls eine Neuerung – nichts geändert. Bei 25 teils kniffligen Fragen mussten die Teilnehmer das Erlernte wiedergeben. Dabei galt es nicht nur, einen Zunderschwamm oder einen Habichtskauz auf Bildern zu erkennen, sondern auch komplexe Zusammenhänge, wie etwa den zwischen Borkenkäferbefall und Auerhuhn-Bestand, zu erklären. Und natürlich ging es auch um praxisnahes Wissen rund um die Abwicklung von Führungen. „Hart, aber fair“, so die einhellige Bewertung der Prüflinge, die den Test allesamt ohne Probleme bestanden.

Von nun an sind die neuen Waldführer Teil des Führungsteams im Nationalpark. Ein Großteil des Sommer- und Winterprogramms wird von den Ehrenamtlichen bestritten. „Die Umweltbildung ohne Waldführer ist nicht vorstellbar“, so Josef Wanninger, Sachgebietsleiter beim Nationalpark. Und sein Kollege Thomas Michler ergänzt: „Besonders freut uns diesmal die hohe Teilnahme von Nationalpark-Interessierten aus dem Landkreis Regen.“

 

Bildunterschrift:

Das ganze Jahr über wurden die neuen Waldführer auf ihre Aufgaben im Nationalpark vorbereitet – größtenteils bei Schulungen im Gelände. (Foto: Thomas Michler/Nationalpark Bayerischer Wald)

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