Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

01.09.2016
Nr. 39/16
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Für Herz, Kopf und Hand: Der Nationalpark lehrt Natur mit allen Sinnen

Umweltbildungsprogramm des Besucherzentrums Falkenstein immer beliebter - Im Programm "Nationalpark-Schulen" nur noch ein Platz frei

Tasten, fühlen, hören, riechen: Beim Lernen im Nationalpark wird Natur mit allen Sinnen erlebt. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Tasten, fühlen, hören, riechen: Beim Lernen im Nationalpark wird Natur mit allen Sinnen erlebt. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

5000 Kinder und Jugendliche haben 2015 ihr Klassenzimmer in den Wald verlegt. Eine spannende Alternative, wie sämtliche Teilnehmer befanden. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

5000 Kinder und Jugendliche haben 2015 ihr Klassenzimmer in den Wald verlegt. Eine spannende Alternative, wie sämtliche Teilnehmer befanden. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Speziell geschulte Waldführer lotsen die Teilnehmer durch individuell abgestimmte Umweltbildungsprogramme. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Speziell geschulte Waldführer lotsen die Teilnehmer durch individuell abgestimmte Umweltbildungsprogramme. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Weitet ihre Werbemaßnahmen künftig verstärkt über die Landkreisgrenzen aus: stellvertretende Haus-zur-Wildnis-Leiterin Katharina Ries. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Weitet ihre Werbemaßnahmen künftig verstärkt über die Landkreisgrenzen aus: stellvertretende Haus-zur-Wildnis-Leiterin Katharina Ries. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Umweltpädagoge Thomas Michler leitet das Bildungsprogramm „Nationalpark-Schulen“. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Umweltpädagoge Thomas Michler leitet das Bildungsprogramm „Nationalpark-Schulen“. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Ludwigsthal. Zu Spitzenzeiten geht es Schlag auf Schlag. Dann geben sich die Kinder und Jugendlichen im Haus zur Wildnis sprichwörtlich die Klinke in die Hand – auch außerhalb der großen Ferien. „Unser umweltpädagogisches Programm wird ganzjährig sehr gut angenommen“, freut sich Katharina Ries. Die stellvertretende Leiterin des Hauses zur Wildnis in Ludwigsthal ist gerade von einem Ausflug ins Reich der Feen zurückgekehrt – einem märchenhaften Erlebnis inmitten der wilden Natur, das die engagierte Umweltpädagogin speziell für Kinder im Vorschulalter erarbeitet hat.

Seit seiner Eröffnung im Sommer 2006 hat sich das Nationalparkzentrum Falkenstein mit Haus zur Wildnis, Tierfreigelände und Steinzeithöhle als Plattform der Begegnung und Bühne für Aktionen und Veranstaltungen unterschiedlichster Art etabliert – worauf die Umweltbildung von Anfang an die Hauptrolle spielt. „Wir bieten pädagogische Programme für jede Alters- und Zielgruppe“, erzählt Katharina Ries. Den ganzen Tag durch die Natur streifen, auf dem Waldboden liegen und in die Kronen der Bäume schauen, durch die Höhle eines Stelzenwurzlers kriechen oder sich mit GPS-Geräten auf Schatzsuche begeben: Beim Lernen im Nationalpark Bayerischer Wald wird Natur mit allen Sinnen erlebt, hier kommen Herz, Kopf und Hand gleichermaßen zum Einsatz.

„Die Natur bietet die beste Kulisse für erlebnispädagogische Aktivitäten“, ist Thomas Michler überzeugt. In der Nationalparkverwaltung ist er für das Projekt „Nationalpark-Schulen“ verantwortlich. Dabei handelt es sich um eine langfristig angelegte Partnerschaft zwischen Schule und Park – mit klaren Regeln beiderseits: Der Nationalpark bietet sich den Grund-, Förder-, Mittel-, Realschulen und Gymnasien in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen als außerschulischer Lernort an. Im Gegenzug verpflichten sich die Partnerschulen, nationalparkspezifische Themenfelder in ihren Unterricht zu integrieren, an den Angeboten des Parks teilzunehmen und aktiv im Netzwerk der Nationalpark-Schulen mitzuarbeiten.

Wie seit diesem Frühjahr auch das Gymnasium Zwiesel, die jüngste der insgesamt neun Partnerschulen. „Zwar hatte der Nationalpark schon immer einen festen Platz in unserem Lehrplan, doch die offizielle Partnerschaft ermöglicht jetzt noch eine viel engere Zusammenarbeit“, freut sich stellvertretender Schulleiter Christian Schadenfroh. Ob im fächerübergreifenden Unterricht aller Jahrgangsstufen oder für die vertiefende Projektarbeit in den P-Seminaren der Oberstufe: „Der Nationalpark bietet uns maßgeschneiderte Programme an und stimmt die Themen individuell auf unsere Wünsche und Bedürfnisse ab.“

„Bei den Schülern kommen Versuche und Aktivitäten am besten an, bei denen sie selbst etwas erforschen und ausprobieren können“, weiß Thomas Michler. Von professionellen Umweltpädagogen oder speziell geschulten Waldführern angeleitete Erlebniswanderungen und Geocaching-Touren stünden derzeit ganz hoch im Kurs: „Die Jugendlichen staunen, beobachten, hören, fühlen, tasten, riechen und schmecken den Nationalpark mit allen Sinnen, erfahren Umweltbildung hautnah und zugleich wie nebenbei.“

Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl pflichtet bei: „Wir wollen Kinder und Jugendliche spielerisch für den Nationalpark begeistern.“ Ein besonderes Augenmerk richte die Umweltbildungsarbeit auf Teilnehmer jeden Alters aus der Region – vom Ferienprogramm speziell für Kinder aus der Gemeinde Lindberg über maßgeschneiderte Angebote für Interessensgruppen und Vereine aus dem Zwieseler Winkel bis hin zu sinnenreichen Erlebnisführungen für Senioren und Menschen mit Handicap.

5000 Kinder und Jugendliche nahmen an den umweltpädagogischen Programmen des Nationalparkzentrums Falkenstein im vergangenen Jahr teil – mit steigender Tendenz, wie stellvertretende Haus-zur-Wildnis-Leiterin Katharina Ries zufrieden feststellt. Dennoch: „Wir werden die Werbetrommel kräftig weiter rühren, über den Landkreis hinausschauen und künftig verstärkt Zielgruppen im Donauraum und im Lamer Winkel ansprechen.“ Im Nationalpark Bayerischer Wald sei Umweltbildung schließlich grenzenlos. Darüber hinaus wird in den nächsten Jahren vor allem das Angebot für regionale Kindergärten ausgebaut werden, denn gerade für die Kleinsten bietet der Nationalpark zahlreiche spannende Möglichkeiten, wilde Natur zu entdecken und zu erleben.

 

Info: Das Bildungsprogramm „Nationalpark-Schulen“ hält nur noch einen Platz für eine Schule aus dem Landkreis Regen bereit. Interessierten Schulleitern erteilt Umweltpädagoge Thomas Michler Auskunft unter 08552/9600-167

 

Bildunterschriften:

Bild 1: Tasten, fühlen, hören, riechen: Beim Lernen im Nationalpark wird Natur mit allen Sinnen erlebt. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Bild 2: 5000 Kinder und Jugendliche haben 2015 ihr Klassenzimmer in den Wald verlegt. Eine spannende Alternative, wie sämtliche Teilnehmer befanden. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Bild 3: Speziell geschulte Waldführer lotsen die Teilnehmer durch individuell abgestimmte Umweltbildungsprogramme. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Bild 4: Weitet ihre Werbemaßnahmen künftig verstärkt über die Landkreisgrenzen aus: stellvertretende Haus-zur-Wildnis-Leiterin Katharina Ries. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Bild 5: Umweltpädagoge Thomas Michler leitet das Bildungsprogramm „Nationalpark-Schulen“. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

 

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