Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

13.11.2013
Nr. 180/13
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LIFE+-Projekt Nationalpark Bayerischer Wald: Projektbegleitender Arbeitskreis nimmt Arbeit auf

Teiln. Auftakttreffen (v. l.): K. Schmidbauer (Unt. Naturschutzbeh. Cham), J. Vančura (NPV), J. Hoch (Fachber. für Fischerei Ndb), M. Knauf-Schöllhorn (Unt. Naturschutzbeh. REG), K. Scholler (ALF Schwand.), J. Döringer (Kreisobmann BBV FRG), W. Reichenberger (LbV FRG), J. Linner (NPV), H. Wolf (Bm. Neuschönau), Dr. A. Schramm (Abt-L WWA), C. Henke (NPV), Dr. F. Leibl (Leiter NPV) und V. Just (NPV)

Teiln. Auftakttreffen (v. l.): K. Schmidbauer (Unt. Naturschutzbeh. Cham), J. Vančura (NPV), J. Hoch (Fachber. für Fischerei Ndb), M. Knauf-Schöllhorn (Unt. Naturschutzbeh. REG), K. Scholler (ALF Schwand.), J. Döringer (Kreisobmann BBV FRG), W. Reichenberger (LbV FRG), J. Linner (NPV), H. Wolf (Bm. Neuschönau), Dr. A. Schramm (Abt-L WWA), C. Henke (NPV), Dr. F. Leibl (Leiter NPV) und V. Just (NPV)

Am 5. November 2013 tagte im „Haus zur Wildnis“ erstmals der Arbeitskreis der Institutionen, Nationalparkkommunen, regionalen Gruppen und Verbände, der das Naturschutzgroßprojekt „Moore, Fließgewässer und Schachten im Nationalpark Bayerischer Wald“ beratend begleitet. Ziel des Arbeitskreises ist es, alle betroffenen Akteure der Region regelmäßig über die geplanten Maßnahmen auf dem Laufenden zu halten und zeitnah Feedback-Diskussionen zu ermöglichen. Das auf fünf Jahre angelegte und mit insgesamt 1,25 Mio. Euro finanzierte Projekt wird unter der Federführung der Nationalparkverwaltung im Rahmen des LIFE+-Programms der EU durchgeführt; finanzieller Träger neben EU und Nationalpark ist auch der Bayerische Naturschutzfonds.

Zum Auftakttreffen des Arbeitskreises, der neben der behördlichen Steuerungsgruppe der wichtigste externe Beraterkreis für das neue LIFE+-Projekt ist, hatten sich Vertreter von acht Institutionen eingefunden. Auch aus dem tschechischen Schwesternationalparks Šumava waren drei Mitarbeiter der Einladung der Nationalparkverwaltung in das „Haus zur Wildnis“ gefolgt.

Nationalpark-Leiter Dr. Franz Leibl sowie Projektkoordinator Jochen Linner und Projektbetreuer Jan Vančura von der Nationalparkverwaltung stellten das LIFE+-Projekt allgemein, die konkret geplanten Maßnahmen sowie die ersten Schritte der Umsetzung vor. Auf besonderes Interesse stieß im Arbeitskreis die geplante Probebeweidung am Rukowitz-Schachten mit sechs Stück höhengeeignetem Rotvieh. Hier soll erprobt werden, ob durch extensive Weidewirtschaft zwischen Juni und September der ursprüngliche Vegetationscharakter der Schachten als offenes Borstgrasbiotop erhalten werden kann und ob die Schachten als Weidegrund überhaupt geeignet sind. Bislang erfolgt die Landschaftspflege der Schachten durch mechanische Offenhaltungsmaßnahmen.

Allgemein bestand im Arbeitskreis Einigkeit über die ökonomische Bedeutung des LIFE+-Projektes für die Region, da viele der geplanten Maßnahmen in Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben durchgeführt werden sollen. Weitere Arbeitskreissitzungen sind in lockerer halbjährlicher Folge bzw. bei konkretem Bedarf geplant.

Das LIFE+-Projekt „Moore, Fließgewässer und Schachten im Nationalpark Bayerischer Wald“
Trotz konsequenter Naturschutzstrategie sind viele Lebensräume im Nationalpark Bayerischer Wald, die aus europäischer Sicht von herausragender Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Artenvielfalt sind, durch frühere oder aktuelle Nutzung gefährdet. Dies betrifft vor allem Fließgewässer, Moore und die seltenen Offenlandbiotope der Schachten (durch frühere Beweidung entstandene Rodungsinseln).

Hier setzt das neue LIFE+-Projekt an, das am 1. Oktober 2013 offiziell an den Start ging. Es hat zum Ziel, den Biotopverbund und die Eigendynamik der betroffenen Lebensräume mit ihrem charakteristischen Arteninventar zu verbessern und ihren langfristigen Erhalt zu sichern. Zentrale Maßnahmen, die an 17 verschiedenen Standorten über den ganzen Nationalpark verteilt durchgeführt werden sollen, sind die Renaturierung von Fließgewässern, die Wiedervernässung von Mooren und die Erprobung einer Beweidungslösung zur Erhaltung der Schachten.

LIFE+ ist ein Förderinstrument der EU zur Umsetzung des Europäischen Biotopverbundprojektes Natura 2000. Das Gesamtbudget für das auf fünf Jahre angelegte Projekt „Moore, Fließgewässer und Schachten im Nationalpark Bayerischer Wald“ beträgt gut 1,25 Millionen Euro; die Hälfte (626.500 Euro) stammt aus EU-Mitteln, 30 % (376.000 Euro) sind Eigenmittel der Nationalparkverwaltung, der Bayerische Naturschutzfonds unterstützt das Projekt finanziell mit 251.000 Euro. Seit 1992 werden in Bayern 25 LIFE-Projekte umgesetzt; „Moore, Fließgewässer und Schachten im Nationalpark Bayerischer Wald“ ist jedoch das erste unter Nationalpark-Leitung.

Fragen zu dem Projekt beantwortet:

Jochen Linner | Sachbearbeiter Naturschutz und LIFE+-Projektkoordinator

Tel. +49 8552 9600187 | Email: jochen.linner@npv-bw.bayern.de

Bildunterschrift:

Wollen sich für neues LIFE+-Projekt im Nationalpark stak machen: Teilnehmer des Auftakttreffens des projektbegleitenden Arbeitskreises (von links): Kurt Schmidbauer (Untere Naturschutzbehörde Cham), Jan Vančura (NPV-Projektbetreuer), Josef Hoch (Fachberatung für Fischerei Niederbayern), Monika Knauf-Schöllhorn (Untere Naturschutzbehörde Regen), Karl Scholler (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf), Johann Döringer (Kreisobmann Bayerischer Bauernverband Freyung-Grafenau), Wolfgang Reichenberger (Landesbund für Vogelschutz Freyung-Grafenau), Jochen Linner (NPV-Projektkoordinator), Heinz Wolf (Bürgermeister Neuschönau), Dr. Albin Schramm (Abteilungsleiter Wasserwirtschaftsamt Deggendorf), Christopher Henke (NPV), Dr. Franz Leibl (Leiter NPV) und Violetta Just (NPV)

Foto: NPV

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