Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

02.09.2013
Nr. 141/13
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Bundesfreiwilligendienst im Nationalpark Bayerischer Wald – ein Jahr voller positiven Überraschungen – Jetzt Bewerben

Mit Begeisterung bauten Kinder im Waldspielgelände Spiegelau nach Anleitung von „Bufdi“ Stefan Köberl und Waldführerin Claudia Barthmann einen Baum

Mit Begeisterung bauten Kinder im Waldspielgelände Spiegelau nach Anleitung von „Bufdi“ Stefan Köberl und Waldführerin Claudia Barthmann einen Baum

Wie abwechslungsreich und interessant die Tätigkeit als Bundesfreiwilligendienstler im Nationalpark Bayerischer Wald sein kann, erzählt Stefan Köberl.

„Wie baut man einen Baum?“, fragt Stefan Köberl(19) und blickt dabei in verwirrte Gesichter. Nach langem Zögern antwortet doch noch ein kleiner Junge: „ Aus Holz!“, ein älteres Mädchen meint: „Einfach Stecken sammeln und zusammenkleben“. Nach ein paar weiteren Vermutungen löst er das Rätsel auf und erklärt den Kindern, dass er mit bzw. aus ihnen einen Baum bauen möchte. Der Gesichtsausdruck wechselt von verwirrt zu ungläubig, doch ein paar Minuten später hat Stefan mit ihrer Hilfe ein komplettes Baummodell inklusive Kernholz, Pfahlwurzel, Lateralwurzeln, Blättern und Rinde erstellt. Die einzelnen Gruppen von Kindern stellen jeweils einen bestimmten Bestandteil des Baumes dar und  es dauert nicht lange bis jeder seine Aufgabe als „Baumbestandteil“ gestikulierend und mit Geräuschen untermalend nachmachen kann. So geht ein lautes Schlürfen um, wenn die Wurzeln das Wasser aus dem Boden saugen, ein „Jiiiiuuuu“, wenn die Nährstoffe von den Blättern von oben nach unten transportiert werden, gefolgt von einem „Huuuiiiii“, wenn das Wasser von den Wurzeln in den restlichen Baum befördert wird. Weil Stefan summend als Borkenkäfer verkleidet hinter einem Baum hervorkommt und die „Rinde“ ihn abwehren muss, fällt es den Meisten schwer nicht zu lachen. So oder mit einem ähnlichen lustigen Spiel werden viele seiner Führungen eingeleitet, die er als Bundesfreiwilliger im Waldspielgelände des Nationalparks Bayerischer Wald für Kindergärten, Schulklassen oder Familien abhält.

Seine Stelle ist eigentlich unter „Bundesfreiwilliger in der Nationalparkverwaltung“ ausgeschrieben gewesen, doch wie sich herausstellte verbrachte er keineswegs den ganzen Tag als Bürohengst hinterm Schreibtisch. „Natürlich gehört das Arbeiten am Computer auch zu meinen Tätigkeiten“, meint der 19-jährige. So muss er beispielsweise Broschüren und Ordner überarbeiten, Artikel verfassen, das aktuelle Führungsprogramms auf die Homepage des Nationalparks Bayerischer Wald übertragen oder Konzepte für Führungen schreiben. Des Weiteren zählen auch Messen, Fahrdienste, Lagerinstandhaltung, Planung von Sonderveranstaltungen und die Betreuung der Unterkunft der Freiwilligen in Waldhäuser zu seinen Aufgabenbereichen. Doch am liebsten arbeitet der „Bufdi“,  mit Freiwilligen des  ökologischen Jahrs, den Commerzbankpraktikanten und den weiteren Bundesfreiwilligen zusammen. Außerdem bereitet er Führungen vor und hält diese anschließend im Waldspielgelände oder springt dort ein, wo er gerade gebraucht wird.

Stefan Köberls Bundesfreiwilligendienst, der insgesamt ein Jahr gedauert hat und den er direkt nach seinem Abitur angetreten hat, geht am 31. August zu Ende. Wer Lust auf Natur hat, selbständig arbeiten und Eigeninitiative zeigen kann, nach der Schule mal etwas anderes machen will, Zeit braucht, um sich neu zu orientieren oder sich einfach sinnvoll in die Gesellschaft einbringen möchte, sollte sich jetzt als neuer „Verwaltungsbufdi“ im Nationalpark Bayerischer Wald bewerben. „Späte Reue ist garantiert ausgeschlossen“, ist der noch Bundesfreiwillige überzeugt.

Bewerbungen für den Bundesfreiwilligendienst im Nationalpark Bayerischer Wald können ab sofort an lukas.laux@npv-bw.bayern.de geschickt werden. Nähere Informationen gibt es auch auf der Homepage des Nationalparks Bayerischer Wald und unter www.bundesfreiwilligendienst.de

Rainer Pöhlmann

 

Bildunterschrift:

Mit Begeisterung bauten Kinder im Waldspielgelände Spiegelau nach Anleitung von „Bufdi“ Stefan Köberl und Waldführerin Claudia Barthmann einen Baum

Foto: Stefan Köberl

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