Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

23.08.2013
Nr. 133/13
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Die Sprache trennt - die Natur verbindet

Ein Zoologe der Parkverwaltung gab den Kindern Einblick in das Leben der Fledermäuse

Ein Zoologe der Parkverwaltung gab den Kindern Einblick in das Leben der Fledermäuse

Teilnehmer des Camps an der neu rekonstruierten Kapelle bei Popice, zu Zeiten des Eisernen Vorhangs war sie fast ganz zerstört

Teilnehmer des Camps an der neu rekonstruierten Kapelle bei Popice, zu Zeiten des Eisernen Vorhangs war sie fast ganz zerstört

Jugendcamp der deutsch-tschechischen Nationalparke diesmal in Podyjí (Thaya-Tal) - acht Kinder aus dem Bayerwald waren mit dabei.

„Hier schaut es eher wie in Italien aus!“, so der erste Eindruck der Jugendlichen aus dem Bayerwald vom kleinsten tschechischen Nationalpark Podyjí. Das Wetter war entsprechend heiß. Auch hier trennte bis 1989 der Eiserne Vorhang die Menschen.

 Insgesamt 6 Nationalparks liegen an der deutsch-tschechischen Sprachgrenze. Sie durchläuft nicht nur die Hochmoore zwischen dem Bayerischen Wald und Šumava, sondern auch romantische Sandsteinfelsen in der Böhmisch-Sächsischen Schweiz oder das tief eingeschnittene Tal der Thaya/Dyje.Die Sprache trennt, die Natur verbindet. Gemäß diesem Motto veranstalten die beteiligten Nationalparkverwaltungen jedes Jahr ein Feriencamp für Jugendliche aus ihren Regionen. Das Leben am Nationalpark ist ein Leben in der Nachbarschaft einer wertvollen Natur und anderer Kultur.

„Begeisterung für ursprüngliche Natur und Aufgeschlossenheit gegenüber den Nachbarn, genau das soll bei dem Camp gefördert werden“, erklärt Pavel Storch vom Nationalpark Bayerischer Wald. Im August führten  für 30 Jugendliche zum ersten mal alle Wege nach Havraníky in Podyjí. Acht Kinder zwischen 12 und 17 Jahren kamen aus dem Bayerwald - mit Herkunftsorten zwischen Jandelsbrunn und Viechtach. Zusammen haben sie eine Gruppe gebildet, die vor „nichts zurückschreckte“. Ob längere Wanderungen durch den ganzen NP, das alltägliche Packen und Übernachten an unterschiedlichen Orten, am Dachboden oder in Zelten – es gab kein Problem.

Jeder Tag war gespickt mit Abenteuer: Mal machten die Jugendlichen eine Kanufahrt auf der Thaya, auch eine Fledermausnacht mit Zoologen war ein Programmpunkt oder die Jugendcamper erhielten einen Einblick in das Leben der bedrohten Flußkrebse. „Das hier ist was ganz anderes: bei uns ein kaltes Gebirge, hier ein heißes Tal, der Übergang von der Steppe zum Wald“, freute sich Fabian Wagner aus Freyung. Im Laufe der Tage vermischten sich die Gruppen immer mehr. Die lustigen Sprachkurse mussten nicht mehr die Betreuer übernehmen, vielmehr organisierten es die Jugendlichen unter sich selbst. Das ganze wurde bei Temperaturen jenseits von 35 Grad mit vielen Spielen und Wasserspaß ergänzt -egal ob im Teich, Bad oder in der Thaya.

Die Vermittlung der Jugendlichen im Bayerwald findet über die Kreisjugendringe beider Landkreise und neuerdings auch über das Juniorranger Netzwerk statt. Der Preis für das Camp ist dank der finanziellen Förderung des deutsch-tschechischen Zukunftsfonds durchaus erschwinglich.

Rainer Pöhlmann

Bildunterschriften:

Ein Zoologe der Parkverwaltung gab den Kindern Einblick in das Leben der Fledermäuse.

Teilnehmer des Camps an der neu rekonstruierten Kapelle bei Popice, zu Zeiten des Eisernen Vorhangs war sie fast ganz zerstört.

Fotos: NPV

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