Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

14.01.2013
Nr. 002/13
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Mit dem Förster durch den Nationalpark

Vom Kältepol der Flanitz entlang

Der kleine Ort Klingenbrunn-Bahnhof am Fuße des Rachels wurde vor allem durch seine sibirisch anmutenden Temperaturen in sternenklaren Nächten weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Länger als in vergleichbaren Höhenlagen bleibt der Schnee dort liegen. Eine geschlossene Schneedecke von fünf bis sechs Monaten ist keine Seltenheit.

Nationalparkförster Rainer Pöhlmann lebt in Klingenbrunn-Bahnhof seit über 35 Jahren. Er beobachtet und registriert das Wettergeschehen in der nachtkalten Talverebnung an der Wasserscheide zwischen Regen und Ilz. Der Nationalpark-Pressesprecher erzählt seinen Gästen aus dem reichen Datenschatz der Nationalpark-Wetterstation, wird besondere "Highlights" aufzeigen und natürlich die Ursachen dieser besonderen Wettererscheinungen erklären, die sogar Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt nehmen und letztendlich auch das Waldbild bestimmen. In einem langen Anpassungsprozess haben sich Tiere und Pflanzen darauf eingestellt. Welche Überlebensstrategien sie dabei gewählt haben, ist aus menschlicher Sicht manchmal verwunderlich oder sehr verblüffend.

Der Flanitz entlang, wo noch Fischotter, Sperlingskauz und Wasseramsel zu Hause sind, werden auch urwaldartige Waldrelikte durchwandert. Sie begleiten den noch wild-romantischen Bergbach, der gerade im Winter an Wasserstürzen mit bewundernswerten Eiskaskaden aufwartet.

Die ca. zweieinhalb Stunden dauernde Wanderung beginnt am Samstag, dem 19. Januar um 10:00 Uhr am Parkplatz Flanitzebene am Ortsende von Klingenbrunn-Bahnhof. Eine Anmeldung zu dieser kostenlosen Führung ist aus organisatorischen Gründen beim Führungsservice, Tel. 0700 00 77 66 55 erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Schneeschuhe können kostenlos geliehen werden.

Rainer Pöhlmann

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