Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

18.12.2012
Nr. 184/12
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Von Waldhonig und Wintertraube - Arbeit und Leben der Biene

Bienengesundheitswart Jochen Wiecha hielt im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald ausführlich eine kleine Bienenkunde für Jedermann.

Um ein einen neuen Staat zu bilden, schwärmt die Königin aus und sammelt einen Teil des alten Volkes um sich. Diese Völker können vom Imker eingefangen werden. In freier Wildbahn können sich Bienen in Baumhöhlen einnisten.

Um ein einen neuen Staat zu bilden, schwärmt die Königin aus und sammelt einen Teil des alten Volkes um sich. Diese Völker können vom Imker eingefangen werden. In freier Wildbahn können sich Bienen in Baumhöhlen einnisten.

Gerade im Winter beliebt und wohltuend - der Honig aufs Brot, in den Tee oder die heiße Milch. Über ein Kilo Honig konsumiert ein Deutscher im Durchschnitt pro Jahr. Diese Menge wird in mühsamer Arbeit von den Bienenvölkern produziert. Dafür bevorzugen sie „Mischkost“, wie es der Imker Jochen Wiecha aus dem Landkreis Regen nennt. Die Blüte der Weide ist für die Völker im Frühjahr besonders wichtig, ebenso blühende Obstbäume. Über den Sommer sind dann Blütenwiesen besonders wichtig. Da die landwirtschaftlichen Flächen heutzutage oft eintönig sind und intensiv genutzt werden, wird es für die Bienen schwierig Nektar zu finden. Im Bereich des Nationalparks Bayerischer Wald fällt auf: die Bienen zieht es in den Wald. Zum einen fliegen sie auf Fichte und Tanne, um dort den Honigtau der Blattläuse einzusammeln. Dieser wird dann zum sogenannten Waldhonig. Zum anderen finden die Bienen gerade in den durch Sturm oder Borkenkäfer entstandenen Offenflächen eine Vielzahl von Blühflächen. Im Rahmen des Biodiversitätsprojektes konnten Forscher des Nationalparks sogar um den Rachel Honigbienen nachweisen, einige Kilometer von der nächsten Siedlung und dem nächsten Imker entfernt. Die vielfältigen Strukturen des naturbelassenen Waldes bieten für Bienen Nahrungs- und Lebensraum. Wilde Völker können sich in den Baumhöhlen einnisten und auch für die Völker der Imker im Umkreis bieten die Flächen ausreichend „Mischkost“.

Jochen Wiecha gab einen breiten Abriss über die Honigbiene - ihre Entwicklung, das Sozialgefüge, ihr Verhalten und die Verständigung waren ebenso Thema, wie aktuelle Probleme der modernen Imkerei und Krankheiten im Bienenstock. Angeregt wurde über das Für und Wider der dunklen Biene, der ursprünglich im Gebiet heimischen Bienenart, diskutiert. Sie wird von Imkern hierzulande (mit wenigen Ausnahmen) nicht gehalten, da sie weniger Honig produziert und als stichfreudig gilt.

Bienen bilden in der kalten Jahreszeit sogenannte Wintertrauben, um sich im Bienenstock warm zu halten. Wir halten uns mit einer Tasse Tee war - und einem Löffelchen Honig.

Die wissenschaftliche Vortragsreihe hält nun eine kleine Winterpause. Am 7. Februar geht es im Haus zur Wildnis weiter mit dem Thema: „Neue Biokatalysatoren aus Waldpilzen für pharmazeutische und industrielle Anwendungen“.

Im Auftrag Stefanie Jaeger

 

Bildunterschrift

Um ein einen neuen Staat zu bilden, schwärmt die Königin aus und sammelt einen Teil des alten Volkes um sich. Diese Völker können vom Imker eingefangen werden. In freier Wildbahn können sich Bienen in Baumhöhlen einnisten. (C. Moning)

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