Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

31.10.2012
Nr. 170/12
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Unser halbwilder Wald

Der Leiter des Waldgeschichtlichen Museums St. Oswald Christian Binder führte das Publikum in die frühe Geschichte der Tourismusentfaltung im Bayerischen Wald und die Entstehung des „Waidlerklischees“ ein.

Der Leiter des Waldgeschichtlichen Museums St. Oswald Christian Binder führte das Publikum in die frühe Geschichte der Tourismusentfaltung im Bayerischen Wald und die Entstehung des „Waidlerklischees“ ein.

Herbert Pöhnl baute darauf mit seinem Vortrag über den „Halbwilden Wald“ im Nationalpark Bayerischer Wald auf und regte letztendlich zu engagierter Diskussion unter den Besuchern der Veranstaltung an

Herbert Pöhnl baute darauf mit seinem Vortrag über den „Halbwilden Wald“ im Nationalpark Bayerischer Wald auf und regte letztendlich zu engagierter Diskussion unter den Besuchern der Veranstaltung an

Im Rahmen der Sonderveranstaltungen des Nationalparks Bayerischer Wald fand im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald eine bemerkenswerte Vorstellung von „Unser halbwilder Wald“ statt.

In zwei zeitlich verschiedenen Ebenen und dennoch zusammengehörenden Vorträgen stimmte zunächst der Leiter des Waldgeschichtlichen Museums Christian Binder in seinem Beitrag über die Entwicklung des Tourismus in den Anfangsjahren und den „Klischee-Charakter“ des Waidlers in der „großen weiten Welt“ das aufmerksame Publikum auf das Verhalten der einheimischen Bevölkerung im Zuge der Nationalparkentwicklung ein.

So informiert hatte es wenig Mühe den zweiten Teil der Veranstaltung, die Nationalparkgeschichte von den ersten Gedanken vor mehr als 100 Jahren bis heute zu verfolgen und richtig einzuwerten.

Herbert Pöhnl, der den Nationalpark seit Jahrzehnten auf seinem Weg intensiv begleitet, zeigte gestenreich und mit plakativen Worten in Szene gesetzt, die Meilensteine in der Nationalparkchronik auf  - vom Urwald für unsere Kinder und Kindeskinder, wie es der Nationalparkvater Minister Eisenmann treffend nannte – bis hin zur „Borkenkäfer – Katastrophe“ und den großen Windwürfen im Falkensteingebiet mit den hinlänglich bekannten unterschiedlichen Standpunkten in der Bevölkerung, was die Bewertung und das Vorgehen bzw. Nichteingreifen in diese Naturprozesse anbelangt.

Mit einzigartigen Filmszenen, aufgenommen von einem unbemannten Mini-Hubschrauber, konnte Pöhnl seine Ausführungen tief in das Gedächtnis seines Publikums „einbauen“.

Die anschließende eifrige Diskussion aus dem Publikum machte überraschend deutlich, wie weit der Meinungsumschwung zu Gunsten einer von Menschen unbeeinflussten natürlichen Waldentwicklung an Stelle von Aufarbeitung um jeden Preis fortgeschritten ist.

Die Besucher konnten als Resümee mit nach Hause nehmen: Alles braucht seine Zeit – die natürliche Waldentwicklung und der Prozess der Meinungsumbildung in der Bevölkerung.  

Rainer Pöhlmann

 

Bildunterschrift:

Der Leiter des Waldgeschichtlichen Museums St. Oswald Christian Binder führte das Publikum in die frühe Geschichte der Tourismusentfaltung im Bayerischen Wald und die Entstehung des „Waidlerklischees“ ein. Herbert Pöhnl baute darauf mit seinem Vortrag über den „Halbwilden Wald“ im Nationalpark Bayerischer Wald auf und regte letztendlich zu engagierter Diskussion unter den Besuchern der Veranstaltung an

Fotos: Rainer Pöhlmann

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