Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

26.07.2012
Nr. 114/12
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Seit 20 Jahren erkunden bayerische und sächsische Schüler gegenseitig ihre Nationalparks

Schülerinnen der Staatlichen Realschule Freyung und des Goethe Gymnasiums Sebnitz bei ihrem Abschlusstreffen im Nationalpark Sächsische Schweiz

Schülerinnen der Staatlichen Realschule Freyung und des Goethe Gymnasiums Sebnitz bei ihrem Abschlusstreffen im Nationalpark Sächsische Schweiz

Eine Freundschaft feiert Geburtstag: Zum 20. Mal erlebt derzeit eine bayerische Klasse den sächsischen Nationalpark im Rahmen eines Jugendaustausches mit dem Nationalpark Bayerischer Wald.

Beide Klassen kannten sich schon, denn die Siebtklässler vom Goethe-Gymnasium Sebnitz hatten den Bayerischen Wald bereits im Frühjahr bereist. Ein Quiz zu Natur und Landschaft sorgte dafür, dass dabei nicht nur Beinmuskeln, sondern auch der Kopf gefordert wurde. Bei der Sprachverständigung zwischen Sächsisch und Bayerisch kamen obendrein die Lachmuskeln zum Einsatz- nicht nur das sächsische „nu“, sondern auch das bayerische „afi“ stiftete öfters witzige Verwirrung. Gemeinsame sächsisch-bayerische Gedichte krönten den Nebenbei-Spachkurs in der Natur.

27 Sechstklässler der Staatlichen Realschule Freyung im Bayerischen Wald tauschten eine Woche lang ihre heimische Bergkulisse gegen sächsische Sandsteinpanoramen. Die Schönheiten des Nationalparks entdeckten sie von Ostrau aus, wo sie für diese Woche untergebracht waren. Ein Besuch auf der Festung Königstein stand ebenso auf dem Programm wie eine Wanderung ins Basteigebiet. Mitarbeiter der Naturerfahrung aus der Nationalparkverwaltung begleiteten die Klasse die ganze Woche und brachten Naturerlebnisse und Spielideen für viele Lebenslagen mit. So mussten sich die bayerischen und sächsischen Schüler bei einer Ökorallye rund um die Schrammsteine, ähnlich einer Schnitzeljagd, den Weg zum Ziel Wildwiese selbst suchen. Vor deren malerischer Kulisse versüßte ein Geburtstagskuchen die Mühen.

Der Leiter der Nationalparkverwaltung Dr. Dietrich Butter kam persönlich zum Treffen der sächsischen und bayerischen Schüler: „Eine schönere Gratulation als dieses Treffen der Schüler kann es für die Partnerschaft mit dem Nationalpark Bayerischer Wald nicht geben. Mit den Kollegen der dortigen Verwaltung verbindet uns eine kollegiale Zusammenarbeit, reger Informationsaustausch und auch einzelne Freundschaften.“

Viel Lob und sehr positive Eindrücke vom bayerisch-sächsischen Jungendaustausch kam auch von Biologielehrerin Angelika Hemmerling aus Freyung. Sie führte schon zum achten Mal eine Klasse in die bayerisch/sächsische Partnerschaft: „Die intensive Betreuung durch die Umweltbildner im sächsischen Nationalpark ist sehr professionell und einfühlsam. Meine Klasse hat sich auf Anhieb sehr wohl gefühlt.“ Ihre Kollegin Carmen Mühlbauer ergänzt: „Es ist sehr spannend, wie die sächsischen mit den bayerischen Schülern zusammenfinden.“

Schon bei der Gründung des Nationalparks Sächsische Schweiz 1990 haben die Umweltminister beider Länder den Jungendaustausch mit dem Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald vereinbart. Die Verwaltungen beider Schutzgebiete übernehmen teilweise die Kosten und die Betreuung des Austausches. Ziel dessen war von Anfang an, mit Naturerlebnissen zu gegenseitigem Verständnis der Jugendlichen aus Ost und West beizutragen.

Rainer Pöhlmann

 

Bildunterschrift:

Schülerinnen der Staatlichen Realschule Freyung und des Goethe Gymnasiums Sebnitz bei ihrem Abschlusstreffen im Nationalpark Sächsische Schweiz

Foto Mike Jäger

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