Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

19.04.2012
Nr. 052/12
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Jahrestreffen der Przewalskipferdehalter

Tagungsteilnehmer bei den Przewalskipferden im Tier-Freigelände

Tagungsteilnehmer bei den Przewalskipferden im Tier-Freigelände

Am Dienstag den 17.04.2012 fand im Haus zur Wildnis das dritte Jahrestreffen der Halter von Przewalskipferden aus der Zucht des Münchner Tiergartens Hellabrunn und des Tiergartens Nürnberg statt.

Das Przewalkipferd ist die letzte überlebende Unterart des Wildpferdes, dem Ahnen unserer Hauspferde. Nachdem das noch vor wenigen Jahrhunderten auch in Mitteleuropa weit verbreitete Wildpferd bereits als ausgestorben galt, wurden Ende des 19. Jahrhunderts einige Pferde der zentralasiatischen Unterart - dem Przewalskipferd - wiederentdeckt. Bevor auch diese letzten Wildpferde ausgerottet wurden, gelangten einige Tiere in zoologische Gärten. Hier begann eine erfolgreiche Arterhaltungszucht, die bereits einige Wiederansiedlungsprojekte in der Mongolei und in China ermöglichte.

Die Przewalskipferde im Tier-Freigelände Nationalparkzentrum Falkenstein entstammen der Zucht der Tiergärten von München und Nürnberg und sind als Zuchtleihgabe im Tier-Freigelände eingestellt. In diesem Zuchtverband engagieren sich insgesamt sieben Halter für den Fortbestand der seltenen Wildpferde. Neben dem Nationalpark Bayerischer Wald und den beiden Tiergärten handelt es sich um zwei weitere Zoos (Cumberland Tierpark in Grünau, Österreich; Zoo Cottbus), sowie zwei Projekten, bei denen Przewalskipferde zur Offenhaltung wertvoller Freiflächen genutzt werden (Hanau; Tennenlohe). Ziel des Projektes ist es, innerhalb der Haltergemeinschaft eine gut nachzüchtende Population von genetisch wertvollen Przewalskipferden zu etablieren. In der Vergangenheit des Münchner Zuchtprogramms wurde auch bereits ein Wiederansiedlungsprojekt in Kasachstan entwickelt. Sollten die Bemühungen zur Entwicklung einer stabilen und ausreichend großen Zuchtgruppe weiterhin gut voranschreiten, ist es denkbar, dass Tiere auch zur Wiederansiedlung nach Kasachstan transportiert werden. 

Unter der Leitung von Frau Dr. Gohl aus dem Tierpark Hellabrunn nahmen die Projektleiter der einzelnen Halter und die Zuchtbuchführerin des europäischen Erhaltungszuchtprogramms, Frau Dr. Zimmermann, an dem Treffen Teil. Begrüßt wurden die Tagungsteilnehmer vom Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, Herrn Dr. Leibl, der in seiner Einleitung den Nationalpark und seine Philosophie vorstellte. Anschließend tauschten sich die Halter über die Bestandsentwicklung in den verschiedenen Gruppen aus, planten Transporte einzelner Tiere zwecks Neustrukturierung der Gruppen und stimmten die Öffentlichkeitsarbeit aufeinander ab. Wichtige Ergebnisse für die zuletzt gut züchtende Herde im Tier-Freigelände waren, dass noch in diesem Frühjahr der dreijährige Junghengst in die Junggesellengruppe nach Tennenlohe und eine zwei- und eine dreijährige Stute in eine Stutengruppe nach Hanau gegeben werden sollen. Wir werden über die Planungen und Durchführung der Transporte gerne weiter berichten. 

Bildunterschrift:

Tagungsteilnehmer bei den Przewalskipferden im Tier-Freigelände Ludwigsthal (Foto: Hans Kiener)

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