Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

15.03.2012
Nr. 036/12
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Freilebender Luchs „besucht“ Artgenossen im Tier-Freigelände

Einen Luchsfang besonderer Art gab es im Tier-Freigelände bei Neuschönau. Ein freilebender Luchs war dort ins Gehege gesprungen und besuchte seine drei Artgenossen.

Der zuvor im Gehege narkotisierte männliche Luchs wurde zunächst in eine Transportkiste gebettet und ca. 500 Meter vom „Fangort“ Luchsgehege entfernt, wo er von Nationalparkmitarbeitern nach der Aufwachphase wieder putzmunter in die Nationalparkwälder freigelassen wurde

Der zuvor im Gehege narkotisierte männliche Luchs wurde zunächst in eine Transportkiste gebettet und ca. 500 Meter vom „Fangort“ Luchsgehege entfernt, wo er von Nationalparkmitarbeitern nach der Aufwachphase wieder putzmunter in die Nationalparkwälder freigelassen wurde

Die Tierpfleger im Tier-Freigelände des Nationalparkzentrum Lusen staunten nicht schlecht, als sie am Morgen einen Luchs mehr im Gehege zählten. „Normalerweise sind hier im Gehege drei Luchse. Am Dienstagmorgen waren es vier“, schildert Dr. Dennis Müller, zuständiger Tierarzt im Nationalpark, die Situation und ergänzt „Gerade ist Ranzzeit bei den Luchsen, da kann es schon vorkommen, dass wildlebende Luchskater mutiger werden.“

Vor Jahren war bereits Milan, ein ebenfalls freilebendes Männchen, in das gleiche Luchsgehege gesprungen. Auch diesmal war es ein männliches Tier, das bereits aus dem Fotofallenmonitoring bekannt ist. Erstmals wurde es im September 2011 mit einer Kamera abgelichtet.

Der Luchs wurde von Dr. Müller narkotisiert und genauer untersucht. Er ist 17,5 Kilogramm schwer und wird auf 2 - 3 Jahre geschätzt. „Rico“, wie der Luchs getauft wurde, bekam einen Chip unter die Haut, wie es auch bei Haustieren üblich ist, wurde aber nicht mit einem Sendehalsband ausgestattet. Nach der Narkose wurde er, in ca. 500 Meter Entfernung wieder in freie Wildbahn entlassen.

Rainer Pöhlmann 

Bildunterschrift:

Der zuvor im Gehege narkotisierte männliche Luchs wurde zunächst in eine Transportkiste gebettet und ca. 500 Meter vom „Fangort“ Luchsgehege entfernt, wo er von Nationalparkmitarbeitern nach der Aufwachphase wieder putzmunter in die Nationalparkwälder freigelassen wurde. (Foto: Rainer Simonis)

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