Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

02.02.2012
Nr. 014/12
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Europas wilde Wälder - Naturparadiese ohne Zukunft?

Der Märchenwald von Corcova Uvala in Kroatien zählt zu den wenigen echten Urwaldrelikten in Europa und erinnert in seiner Zusammensetzung an alte Bergmischwälder im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto: Markus Mauthe

Der Märchenwald von Corcova Uvala in Kroatien zählt zu den wenigen echten Urwaldrelikten in Europa und erinnert in seiner Zusammensetzung an alte Bergmischwälder im Nationalpark Bayerischer Wald. Foto: Markus Mauthe

In einem sehenswerten Vortrag konnte Markus Mauthe dank atemberaubender Panoramafotos die 150 Zuschauer im Filmsaal des Hans-Eisenmann-Hauses auf seine Reise durch Europas wilde Wälder mitnehmen.

Noch gibt es sie in Europa - unberührte Waldgebiete, in denen Bäume an Alterschwäche sterben. Zweieinhalb Jahre war der Fotograf Markus Mauthe unterwegs, um die Artenvielfalt und Schönheit der letzten bewaldeten Naturparadiese festzuhalten.

Fantastische Flugaufnahmen von Graueulen, Seeadlern und Spechten, fischende Braunbären, jagende Wölfe oder weidende Elche dokumentierten zusammen mit einzigartigen Fotos von seltenen Blütenpflanzen die große Artenvielfalt in Europas Urwäldern.

Projektierte Landkarten der ehemaligen Urwaldflächen und dem verbliebenen kläglichen Rest von 20 Prozent machten jedoch betroffen und verdeutlichten für Jedermann sichtbar die Zukunft unserer Urwaldgebiete.

Nicht nur die großen Regenwälder Südamerikas und Afrikas schrumpfen täglich um tausende Hektar, auch die ursprünglichen nordischen Wälder Europas unterliegen der Holzgier der Menschen. Ganz zu schweigen von der beschämenden Situation der Primärwälder Zentraleuropas. Wie ein Fliegenschiss erschien der größte Urwald dieses Bereiches östlich der Karpaten in Rumänien auf der Karte. Ganze 15 000 Hektar, also ungefähr die halbe Fläche des Nationalparks Bayerischer Wald, ist dieser Urwald groß. Und lediglich 2 000 Hektar gelten als strenges Schutzgebiet.

Live-Erlebnisse von Markus Mauthe in Verbindung mit hinreißenden Fotos der ungemein großen Vielfalt und Farbenpracht wilder Wälder im Uralgebirge, in Lappland und Rumänien, aber auch Italien, Schweiz und Deutschland im Laufe der Jahreszeiten ließen aber die Hoffnung keimen, dass sich der Einsatz für unsere Urwälder lohnt, und auch bei Profiteuren Einsicht einkehrt, diese Schätze der Natur zu erhalten.

Die entstehende Waldwildnis im Nationalpark Bayerischer Wald darf in diesem Zusammenhang durchaus als ein positiver Beleg gesehen werden.

Bildunterschrift:
Der Märchenwald von Corcova Uvala in Kroatien zählt zu den wenigen echten Urwaldrelikten in Europa und erinnert in seiner Zusammensetzung an alte Bergmischwälder im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto: Markus Mauthe

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