Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

14.12.2011
Nr. 189/11
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Wie steht’s um die Qualität im Nationalpark Bayerischer Wald?

Unabhängiges Komitee prüft Nationalpark. Landesministerium erhält Ergebnisse.

Vertreter des Evaluierungskomitees mit dem Leiter der Nationalparkverwaltung auf dem Baumkronenpfad von v.l.n.r.: Wolfgang Fremuth, Prof. Kai Tobias, Dr. Franz Leibl, Vera Knoke, Prof. Ludwig Ellenberg, Prof. Stefan Heiland, Marc Auer, Dr. Volker Scherfose, Andrea Hoffmann

Vertreter des Evaluierungskomitees mit dem Leiter der Nationalparkverwaltung auf dem Baumkronenpfad von v.l.n.r.: Wolfgang Fremuth, Prof. Kai Tobias, Dr. Franz Leibl, Vera Knoke, Prof. Ludwig Ellenberg, Prof. Stefan Heiland, Marc Auer, Dr. Volker Scherfose, Andrea Hoffmann

Die Verwaltung des Nationalparks Bayerischer Wald nimmt derzeit freiwillig an einer bundesweiten Initiative zur Überprüfung der Managementqualität in den deutschen Nationalparks teil. Dazu hat ein Fachkomitee aus Vertretern von Land und Bund, von Universitäten und Naturschutzverbänden, aus Nationalparks sowie von EUROPARC Deutschland, dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, den Nationalpark bereist.

Während der zweitägigen Evaluierung wurden Gespräche mit Mitarbeitern der Parkverwaltung geführt und Handlungsansätze für Verbesserungen diskutiert. Im Rahmen einer Exkursion konnte sich das Komitee ein Bild über Informationseinrichtungen und verschiedene Managementstrategien machen. Einschätzungen von Interessensvertretern der Landnutzer, Kommunen und Landkreise sowie der Naturschutzverbände ergänzten den Ablauf. Seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit begleitete Ministerialrat Franz Bichlmeierdas Evaluierungsgespräch. Im Vorfeld hatte die Nationalparkverwaltung einen umfangreichen Fragebogen ausgefüllt, der von einem unabhängigen Planungsbüro ausgewertet worden war.

„Das Komitee wird nun einen Bericht erstellen und die Ergebnisse und Empfehlungen dem Park und dem zuständigen Landesministerium übergeben.“ berichtet Komitee-sprecher Professor Stefan Heiland. Darüber hinaus betont Heiland: „Ziel ist es, die Qualität des Managements langfristig zu sichern und zu steigern, um Aufgaben wie Naturschutz, Forschung und Bildung sowie umweltgerechte Regionalentwicklung effektiv umsetzen zu können.“

„Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Evaluierung und erhoffen uns für unsere tägliche Arbeit wertvolle Anregungen, um auch langfristig den hohen Anforderungen an einen Nationalpark gerecht zu werden.“ führt Dr. Franz Leibl, Leiter der Nationalparkverwaltung, aus.

Teilnehmer des Vor-Ort-Komitees waren: Dr. Volker Scherfose (Bundesamt für Naturschutz), Marc Auer (Bundesumweltministerium), Vera Knoke (Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz LANA, Schleswig-Holstein), Prof. Stefan Heiland (TU Berlin), Prof. Kai Tobias (Universität Kaiserslautern), Prof. Ludwig Ellenberg (HU Berlin), Wolfgang Fremuth (Zoologische Gesellschaft Frankfurt/Main), Manfred Bauer (Nationalpark Kellerwald-Edersee), Holger Wesemüller (Vorstand, EUROPARC Deutschland) und Andrea Hoffmann (Projektkoordination, EUROPARC Deutschland).

Hintergrund:

Zur Überprüfung der Managementeffektivität von Nationalparks sind in einem mehrjährigen Prozess Qualitätskriterien und -standards in zehn Handlungsfeldern entwickelt worden. Damit kann nunmehr in Deutschland in den drei Schutzkategorien – Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten – auf anspruchsvolle Qualitätsstandards zurückgegriffen werden. Der Fragenkatalog „Qualitätskriterien und -standards für deutsche Nationalparke“ ist online zu finden unter www.nationale-naturlandschaften.de/infothek.

In den vergangenen Monaten hat das Evaluierungskomitee eine Überprüfung aller 14 deutschen Nationalparks durchgeführt - abschließend  den Nationalpark Bayerischer Wald. 2012 werden die Ergebnisse aus allen 14 deutschen Nationalparks vorliegen. Zum Abschluss des Vorhabens ist eine Querschnittauswertung der Evaluierungsergebnisse und Veröffentlichung wesentlicher Ergebnisse durch EUROPARC mit Unterstützung des Komitees vorgesehen, um übergreifende Stärken und Schwächen der deutschen Nationalparks zu beschreiben. Angestoßen wurde diese Initiative von EUROPARC Deutschland. Neben Finnland ist Deutschland weltweit eines der wenigen Länder, das eine Evaluierung all seiner Nationalparks durchführt.

Unterstützt wird die erstmalige Evaluierung der deutschen Nationalparks im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Anwendung von Qualitätskriterien und
-standards zur Evaluierung der deutschen Nationalparke“ vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Zusammenwirken mit den Ländern und EUROPARC Deutschland.

Weitere Informationen: www.europarc-deutschland.de/freiwillige-evaluierung-der-deutschen-nationalparks

Kontakt:

 

Andrea Hoffmann, Projektkoordinatorin

EUROPARC Deutschland

Friedrichstraße 60, 10117 Berlin

Tel. 030/288 78 82 - 10

Andrea.Hoffmann@europarc-deutschland.de

www.europarc-deutschland.de

www.nationale-naturlandschaften.de

Dr. Franz Leibl, Nationalpark-Leiter
Nationalpark Bayerischer Wald

Freyunger Straße 2, 94481 Grafenau

Tel. 085 52/96 00 - 0

poststelle@npv-bw.bayern.de

www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Bildunterschrift:
Vertreter des Evaluierungskomitees mit dem Leiter der Nationalparkverwaltung auf dem Baumkronenpfad von v.l.n.r.: Wolfgang Fremuth, Prof. Kai Tobias, Dr. Franz Leibl, Vera Knoke, Prof. Ludwig Ellenberg, Prof. Stefan Heiland, Marc Auer, Dr. Volker Scherfose, Andrea Hoffmann
Foto (Till Meyer):

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