Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

18.11.2011
Nr. 181/11
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Erneut großes Interesse an der Mythologischen Wanderung im Nationalpark

Gespannt lauschen die zahlreichen Teilnehmer der mythologischen Wanderung durch den Nationalpark den Erzählungen von Mythenforscher Jakob Wünsch (zweiter von rechts). (Foto: Lukas Laux)

Gespannt lauschen die zahlreichen Teilnehmer der mythologischen Wanderung durch den Nationalpark den Erzählungen von Mythenforscher Jakob Wünsch (zweiter von rechts). (Foto: Lukas Laux)

Wegen des großen Andrangs im Sommer veranstaltete die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald jetzt eine zweite Mythologische Wanderung mit dem Mythenforscher Jakob Wünsch.

Umso beeindruckender war das Echo, das die Veranstaltung hervorrief: Eine Schar von mehr als siebzig Interessierten erwanderte bei strahlendem Wetter und moderatenTemperaturen die sagenhafte Waldlandschaft um den Tummelplatz und die Almeyerschlösser am Hohlstein unter dem Lusen.

Jakob Wünsch griff die alten Sagen unserer Gegend auf, wie sie von Reinhard Haller, August Biberger und Anton Neubauer/Paul Praxl  aber auch Emmi Böck gesammelt und veröffentlicht wurden.

Erstaunlich war auch, wie bekannt diese Sagensammlungen den Teilnehmern durchaus heute noch sind!

Jakob Wünsch stellte an verschiedenen Plätzen in der traumhaften Herbstlandschaft vor allem die Gestalt des WOIDHAUS - MICH in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Länger als anderswo in Mitteleuropa hat sich die Gestalt des Wolfshirten, der seine Erscheinungsform vom Mensch zum Tier wandeln konnte, im Bayerisch-Böhmischen Waldgebirge erhalten:

„DU BIST KOA MENSCH - DU BIST KOA VIECH - DU BIST DA WOIDHAUS - MICH“

Volkskundliches von Jakob Wünsch sowie die Ausführungen zum Nationalpark von Lukas Laux rundeten das Thema ab.

Dank des schönen Wetters konnte die geplante Einkehr an der Tummelplatzhütte im Freien stattfinden. Besonders zu danken ist den Frauen um Berta Stegbauer aus Finsterau fürs Aufkochen.

Von den bizarren Felsformationen des kleinen Almeyerschlosses, das auch Marienburg genannt wird, hatten die Teilnehmer einen herrlichen Alpenblick, und weitere Ausführungen, auch über das Phänomen der geheimnisvollen Schalensteine, folgten.

Ein letzter Fernblick vom Gipfel des Großalmeyerschlosses über die herbstlichen Nationalparkwälder und zum kahlköpfigen Lusengipfel schloss die Mythologische Wanderung ab.

Der alte EISENGREIN -YSEGRIM hätte seine Freude daran gehabt…!

Rainer Pöhlmann

Bildunterschrift:

Gespannt lauschen die zahlreichen Teilnehmer der mythologischen Wanderung durch den Nationalpark den Erzählungen von Mythenforscher Jakob Wünsch (zweiter von rechts). (Foto: Lukas Laux)

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