Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

05.09.2011
Nr. 147/11
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Ausdauernd, erfolgreich und multifunktional: das Jugendwaldheim „Wessely Haus“

Das Jugendwaldheim – Wessely Haus- hat sich zum Zentrum der Schulklassenbetreuung im Nationalpark entwickelt. Foto: Rainer Pöhlmann

Das Jugendwaldheim – Wessely Haus- hat sich zum Zentrum der Schulklassenbetreuung im Nationalpark entwickelt. Foto: Rainer Pöhlmann

Für Kinder und Jugendliche bietet das Jugendwaldheim eine umfassende und abwechslungsreiche Betreuung für ein ungetrübtes Natur- und Walderlebnis.  Foto:  Nationalpark Archiv

Für Kinder und Jugendliche bietet das Jugendwaldheim eine umfassende und abwechslungsreiche Betreuung für ein ungetrübtes Natur- und Walderlebnis. Foto: Nationalpark Archiv

Das Jugendwaldheim „Wessely Haus“ ist die älteste Bildungseinrichtung des Nationalparks Bayerischer Wald.

Am 07. Oktober 1974, also am 4. Geburtstag des Nationalparks, wurde es von Staatsminister Dr. Hans Eisenmann anlässlich einer Sitzung des Nationalparkbeirates feierlich eröffnet.

Seitdem haben mehr als 1800 Schulklassen mit fast 50 000 Teilnehmern aus dem deutschsprachigen Raum in meist einwöchigen Aufenthalten die Wälder des Nationalparks mit allen Sinnen und früher sogar Arbeitseinsätzen kennengelernt, die komplexen Zusammenhänge von Pilzen, Pflanzen und Tieren erfahren und selbst naturbezogene Experimente durchgeführt.

Das ehemalige Zollhaus, direkt an der Nationalpark-Straße zwischen Neuschönau und Mauth gelegen und von alten, ehrwürdigen Buchen umrahmt, diente mit seinen richtungweisenden Programmen stets als Vorbild für andere Jugendwaldheime und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer ökologischen Umweltbildungsstätte.

Begünstigt durch eine großzügige Erbschaft von einer Familie Wessely aus München, deren Namen das Jugendwaldheim heute trägt, konnte das Haus in den Jahren 1993/94 umfassend nach umweltschonenden Gesichtspunkten modernisiert werden.

Im Jahr 2009 wurde schließlich über ein EU-Interreg IVa-Bayern-Österreich-Projekt ein weiterer Anbau mit Seminar- und PC-Raum durchgeführt, so dass jetzt auch das Projekt  „Natur-Mensch-Technik“ gestartet werden konnte und damit eine Ausweitung der Zielgruppen bis hin zur Oberstufe der Schulen ermöglicht wurde.

Heute hat sich das Jugendwaldheim zum Zentrum der Schulklassenbetreuung im Nationalpark entwickelt, das für Kinder und Jugendliche ganzjährig umfassende und abwechslungsreiche Betreuung für ein ungetrübtes Natur- und Walderlebnis bietet. Umgekehrt verdeutlicht die Belegungsstatistik des Jugendwaldheims die ungebrochene Beliebtheit bei den Schulen. „Es ist von wenigen Ausnahmen abgesehen fast immer ausgebucht“, freut sich die Leiterin des Jugendwaldheims, Rita Gaidies, die als waschechte Waidlerin - die gelernte Pädagogin stammt aus Siebenellen - mit viel Herzblut hinter dem hochklassigen Bildungsangebot steht. Rita Gaidies ist auch stolz darauf, dass unter ihrer Leitung seit drei Jahren das Angebot für Tagesklassen beständig zugenommen hat. „Im Jahr 2010 sind es bis jetzt 165 Schulklassen mit 3465 Teilnehmern, die unser Tagesprogramm gebucht haben“. Und sie spricht an, dass ihre Stammmannschaft dazu alleine nicht ausreicht. Etwa 1000 Stunden wurden 2010 durch Waldführer und weitere knapp 500 Stunden von FÖJ`lern und Commerzbank Praktikanten zur Bewältigung dieses Zusatzangebotes, geleistet.

Das Jugendwaldheim bietet neben der Leiterin sechs zusätzliche Arbeitsplätze an, die in Voll- und Teilzeit von Menschen aus der Region besetzt sind.

Mit Einnahmen von fast 100.000,00 € für Übernachtung und Verpflegung, die grundsätzlich mit Regionalprodukten erfolgt, trägt das Jugendwaldheim über seinen hohen immateriellen Wert als ökologische Bildungsstätte hinaus auch zur Wertschöpfung der Region bei.

Rita Gaidies und ihre Mannschaft freuen sich auch über diesen positiven regionalökonomischen Aspekt des Jugendwaldheims. Im Vordergrund stehen für sie jedoch die Heranführung junger Menschen an das wertvollste Gut, das unsere Erde zu bieten hat, die Natur und der behutsame Umgang mit ihr.

Nicht der erhobene Zeigefinger oder gar Verbote sind dazu die geeigneten Mittel. Selbsterfahrung sammeln in praktischen Experimenten oder spielerischer Erkundung sind wesentlich dienlicher, weiß Rita Gaidies zu berichten.

Das Jugendwaldheim, eingebetet in den naturnahen Wäldern des Nationalparks Bayerischer Wald, eignet sich dafür vorzüglich.

Belegungsstatistik Jugendwaldheim 2000-2010

Jahr

2001

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

Ankünfte/Personen

1818

1631

1724

2235

2057

1718

1644

1292

1432

1488

1441

Übernachtungen

6659

6243

6566

7124

6168

6240

6166

4806

5143

4965

4515

Klassen/Gruppen

73

64

63

72

75

75

68

56

61

64

60

 

Bildunterschriften:

Bild 1: Das Jugendwaldheim – Wessely Haus- hat sich zum Zentrum der Schulklassenbetreuung im Nationalpark entwickelt. Foto: Rainer Pöhlmann

Bild 2: Für Kinder und Jugendliche bietet das Jugendwaldheim eine umfassende und abwechslungsreiche Betreuung für ein ungetrübtes Natur- und Walderlebnis.  Foto:  Nationalpark Archiv

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