Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

31.08.2011
Nr. 145/11
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Windwurfaufarbeitung im Nationalpark geht zügig voran - Borkenkäfersituation entspannt sich

Mit Zustimmung des Kommunalen Nationalpark-Ausschusses werden an der Grenze zum Nationalpark Šumava in unbringbarer Lage ca. 100 Hektar geworfene Fichten nicht aufgearbeitet und zum 01.11.2011 als Naturzone ausgewiesen. Foto: Franz Baierl

Mit Zustimmung des Kommunalen Nationalpark-Ausschusses werden an der Grenze zum Nationalpark Šumava in unbringbarer Lage ca. 100 Hektar geworfene Fichten nicht aufgearbeitet und zum 01.11.2011 als Naturzone ausgewiesen. Foto: Franz Baierl

Wo schwere Maschinen versinken würden, rücken Pferde das Holz aus den Windwurf- und Borkenkäferflächen. Foto: Franz Baierl

Wo schwere Maschinen versinken würden, rücken Pferde das Holz aus den Windwurf- und Borkenkäferflächen. Foto: Franz Baierl

Mit mobilen Seilkrananlagen werden die Bäume naturschonend an die Straße oder Rückegasse transportiert und dort von Prozessoren für den Verkauf aufgearbeitet. Foto: Franz Baierl

Mit mobilen Seilkrananlagen werden die Bäume naturschonend an die Straße oder Rückegasse transportiert und dort von Prozessoren für den Verkauf aufgearbeitet. Foto: Franz Baierl

Wenn es die Zeit erlaubt, wird so viel Holz wie möglich motormanuell entrindet und als Biomasse auf der Fläche belassen. Foto: Franz Baierl

Wenn es die Zeit erlaubt, wird so viel Holz wie möglich motormanuell entrindet und als Biomasse auf der Fläche belassen. Foto: Franz Baierl

Am Abend des 13. Juli 2011 zog ein heftiger Gewittersturm über den Nationalpark hinweg und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Besonders betroffen waren die Bereiche zwischen Buchenau und Spiegelhütte in den Nationalparkdienststellen Frauenau und Scheuereck sowie zwischen Spiegelau und Klingenbrunn Bahnhof in der Nationalparkdienststelle Riedlhütte. Insgesamt wurden nach derzeitiger Schätzung rund 72.500 Festmeter Fichtenholz geworfen.

Ein Teil der geworfenen Bäume auf einer Fläche von rund 100 ha im Walddistrikt Gfällei, unmittelbar an der Grenze zum Nationalpark Šumava, wird mit Zustimmung des Kommunalen Nationalparkausschusses nicht aufgearbeitet, sondern zum 1.11.2011 als Naturzone ausgewiesen. Auf der Restfläche außerhalb der Naturzone werden die geworfenen Fichten zügig aufgearbeitet und abtransportiert oder im Wald entrindet.

Durch massiven Einsatz von Maschinen und Personal schreitet die Aufarbeitung zügig voran. So konnten bis Ende August bereits rund 35.000 Festmeter, also etwa die Hälfte des geschätzten Anfalls, aufgearbeitet werden. Derzeit sind noch vier Harvester und vier Seilkrananlagen beim Holzeinschlag im Einsatz. Zusätzlich arbeiten 25 Waldarbeiter der Nationalparkverwaltung und etwa 30 Waldarbeiter von 12 privaten Einschlagsunternehmern im Windwurf. Weitere 30 Waldarbeiter von Fremdfirmen sind damit beschäftigt, die geworfenen Bäume auf Nassflächen oder in unzugänglichen Bereichen zu entrinden.

Während der Aufarbeitung müssen immer wieder Wander- und Radwege kurzfristig gesperrt werden. Zum Teil sind die Besucherwege durch Schlepper aufgewühlt. Außerdem ist auf vielen Forststraßen mit Behinderungen, z. B. durch Verschmutzung oder Holztransporter zu rechnen. Die Nationalparkverwaltung bittet um Verständnis für diese unvermeidbaren Beeinträchtigungen der Besucherwege. Die entstehenden Schäden werden nach Abschluss der Maßnahmen schnellstmöglich beseitigt.

Die Borkenkäfersituation hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich entspannt. So wurden im Falkenstein-Rachel-Gebiet bisher rd. 62.000 fm Käferholz aufgearbeitet. Der Gesamtanfall zum Jahresende wird damit deutlich unter der Vorjahresmenge von rd. 140.000 fm liegen. Auch im Rachel-Lusen-Gebiet ist mit rd. 4.000 fm nochmals weniger Käferholz angefallen als im Vorjahr (rd. 7.100 fm).

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