Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

06.12.2010
Nr. 152/10
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Der Luchs ist Wildtier des Jahres 2011

Die zwei Jungtiere der Luchsin Felis im Jahr 2009. Bis zum Frühjahr bleiben die im Sommer geborenen Luchse bei ihrer Mutter. Dann suchen sie sich eigene Reviere.

Die zwei Jungtiere der Luchsin Felis im Jahr 2009. Bis zum Frühjahr bleiben die im Sommer geborenen Luchse bei ihrer Mutter. Dann suchen sie sich eigene Reviere.

Der Luchs Kika durchstreift den Nationalpark Bayerischer Wald sowie angrenzende Gebiete auf tschechischer und deutscher Seite.

Der Luchs Kika durchstreift den Nationalpark Bayerischer Wald sowie angrenzende Gebiete auf tschechischer und deutscher Seite.

Luchs im Tierfreigelände des Nationalparkzentrum Lusen (Foto Rainer Pöhlmann)

Luchs im Tierfreigelände des Nationalparkzentrum Lusen (Foto Rainer Pöhlmann)

Die Luchsin Silva wurde, wie ihr Jungtier Kika von 2008, mehrmals mit Fotofallen aufgenommen. Anhand der individuellen Fellfleckung können die Tiere wiedererkannt werden.

Die Luchsin Silva wurde, wie ihr Jungtier Kika von 2008, mehrmals mit Fotofallen aufgenommen. Anhand der individuellen Fellfleckung können die Tiere wiedererkannt werden.

Der Luchskuder Milan beansprucht ein Revier von ca. 600km² weit über die Nationalparkgrenzen hinweg. Er trägt ein Senderhalsband, das ermöglicht seine Position über Satelliten-Peilung zu bestimmen.

Der Luchskuder Milan beansprucht ein Revier von ca. 600km² weit über die Nationalparkgrenzen hinweg. Er trägt ein Senderhalsband, das ermöglicht seine Position über Satelliten-Peilung zu bestimmen.

Von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild wurde der Luchs zum Wildtier des Jahres 2011 ausgerufen.

Seit dreißig Jahren streift der Luchs wieder durch unsere Wälder. Einst stellte man ihm nach, da er als Jagdkonkurrent, als Bedrohung für Nutztiere und wohl auch als Lieferant edlen Pelzes galt.

In Deutschland findet der Luchs wieder Lebensraum in den Mittelgebirgsregionen Bayerischer Wald und Harz, doch auch in anderen Gebieten werden immer wieder Luchse beobachtet. Das Pinselohr, wie er auf Grund seiner Haarbüschel an den Ohren auch genannt wird, streift als Einzelgänger umher. Ein bis maximal vier Junge bringt eine Luchsin pro Jahr zur Welt – nicht viel wenn man bedenkt, dass die Jungensterblichkeit bis zu 80% betragen kann. In Mitteleuropa gilt das Vorkommen des eurasischen Luchses als nicht gesichert. Umso schöner, dass Luchse hierzulande wieder frei umherstreifen können und die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild den Luchs zum Wildtier des Jahres 2011 ernannt hat. Einzigartig, geheimnisvoll und wunderschön – die Katze in unseren Wäldern.

Derzeit weiß man von mindestens 10 selbstständigen Tieren die das Grenzgebiet zwischen Bayern und Tschechien durchstreifen. Ein grenzüberschreitendes Projekt der Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava (CZ) ist seit mehreren Jahren dem Luchs auf der Spur.

Nähere Informationen dazu über das Projekt unter www.luchserleben.de

 

Bildunterschrift:

Mit Fotofallen kommen die Forscher den in freier Wildbahn lebenden Luchsen auf die Spur.

(Bilder: Luchsprojekt Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald)

  1. Die zwei Jungtiere der Luchsin Felis im Jahr 2009. Bis zum Frühjahr bleiben die im Sommer geborenen Luchse bei ihrer Mutter. Dann suchen sie sich eigene Reviere.
  2. Der Luchs Kika durchstreift den Nationalpark Bayerischer Wald sowie angrenzende Gebiete auf tschechischer und deutscher Seite.
  3. Luchs im Tierfreigelände des Nationalparkzentrum Lusen (Foto Rainer Pöhlmann)
  4. Die Luchsin Silva wurde, wie ihr Jungtier Kika von 2008, mehrmals mit Fotofallen aufgenommen. Anhand der individuellen Fellfleckung können die Tiere wiedererkannt werden.
  5. Der Luchskuder Milan beansprucht ein Revier von ca. 600km² weit über die Nationalparkgrenzen hinweg. Er trägt ein Senderhalsband, das ermöglicht seine Position über Satelliten-Peilung zu bestimmen.

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