Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

19.10.2010
Nr. 141/10
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Nationalparkverwaltung Triglav zu Besuch im Nationalpark Bayerischer Wald

Bei einer Wanderung zum Lusen zeigte K. F. Sinner den Gästen aus dem slowenischen Nationalpark Triglav die einzigartige Entstehung einer Waldwildnis.

Bei einer Wanderung zum Lusen zeigte K. F. Sinner den Gästen aus dem slowenischen Nationalpark Triglav die einzigartige Entstehung einer Waldwildnis.

Die entstehende grenzenlose Waldwildnis lockte die Mitarbeiter des Nationalparks Triglav in Slowenien zu einem Besuch in den Nationalpark Bayerischer Wald, wo sie an drei Tagen vom Leitungsteam zu den Highlights der Natur und Technik geführt wurden.

Bei schönsten „Goldenem Oktober-Wetter“ konnten sich die slowenischen Kollegen von der einzigartigen Schönheit der Bayerwaldlandschaft auf dem Baumwipfelpfad überzeugen, und bestaunten trotz gigantischer Ausmaße die der Natur angepasste architektonische Glanzleistung des Bauwerkes.
Sachgebietsleiter für Naturschutz Hans Kiener stellte den Gästen mittels der zahlreichen Informationsstationen entlang des Pfades vor, wie zeitgemäß im Nationalpark Bayerischer Wald Besucher ohne erhobenen Zeigefinger über die Vorgänge in der Natur informiert werden.

Bei Lagerfeuer mit Grill an der Bärnlochhütte klang der erste Tag in gemütlicher Runde zusammen mit Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung bei gegenseitigen Informations- und Kennenlerngesprächen aus.

Natürlich stand auch die „Besteigung des Lusen“ auf dem Programm.
Nationalparkleiter Karl Friedrich Sinner führte die interessierten Gäste auf dem Böhmweg zu den Blauen Säulen und weiter auf dem Grenzsteig zum Markfleckl und über das imposante Blockmeer zum Gipfel.
Die entstehende grenzenlose Waldwildnis nach großflächigem Borkenkäferbefall Mitte der 90er Jahre stand dabei im Mittelpunkt.

Der Direktor des Nationalparks Triglav, Martin Šolar, und sein Vorgänger Janez Biziek zeigten sich samt ihrer Mitarbeiter tief beeindruckt vom enormen Tempo, das die Natur eingeschlagen hat, um einen neuen strukturreichen wilden Wald zu gründen.
Und Direktor Šolar nannte das Erleben solcher Waldbilder als Hauptgrund des Besuches, denn: „Wir haben im Nationalpark Triglav 31.000 Hektar Naturzonen, in denen ebenfalls keine Eingriffe stattfinden. Auch wenn in diesen meist laubholzreichen Mischwäldern die Gefahr einer Borkenkäfermassenvermehrung nicht besteht, wollen wir hier lernen, wie die Natur mit großen Ereignissen umgeht. Wir sehen heute eindrucksvoll, dass selbst unter klimatisch ungünstigen Bedingungen, die Natur bestens gerüstet ist, Wunden schnell zu heilen.“

Nach einem Spaziergang durch das Tierfreigelände bei Ludwigsthal, dem Besuch der Steinzeithöhle und des Haus zur Wildnis in Begleitung von Bärbel Sagmeister, der Leiterin des Haus zur Wildnis zeigte Sachgebietsleiter Hans Kiener den slowenischen Kollegen die „dicken Tannen“ im Watzlikhain mit anschließendem Ausklang im wildromantischen Schwellhäusl.

Mit einer von den Rangern Roland Ertl und Günter Sellmayer geführten Wanderung von der Fredenbrücke durch den in den buntesten Farben leuchtenden Bergwald zur Racheldiensthütte klang bei einer zünftigen Brotzeit die von allen slowenischen Kollegen als sehr informativ und beeindruckend empfundene Informations- und Bildungsreise in uriger Atmosphäre aus.

Bildunterschrift:
Bei einer Wanderung zum Lusen erklärte und zeigte Karl Friedrich Sinner den Gästen aus dem slowenischen Nationalpark Triglav chronologisch den ab Mitte der 90er Jahre stattgefundenen großflächigen Borkenkäferbefall mit nachfolgend einzigartiger Entstehung einer Waldwildnis.
Foto: Rainer Pöhlmann

 

 

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