Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

  • Druckversion

Pressemitteilung

27.05.2010
Nr. 062/10
PDF-Download

Friedolin Apfelbacher schenkt Käfersammlung dem Nationalpark Bayerischer Wald

Ausstellungseröffnung in der Tourist- und Nationalpark Info Spiegelau

Nationalparkleiter Karl Friedrich Sinner (links) und Käferspezialist Friedolin Apfelbacher unterzeichnen  den Schenkungsvertrag

Nationalparkleiter Karl Friedrich Sinner (links) und Käferspezialist Friedolin Apfelbacher unterzeichnen den Schenkungsvertrag

 Musikalisch umrahmt von Karl-Heinz Reimeier wurde bei einer Vernissage in der Touristinfo in Spiegelau die einzigartige Käfersammlung von Friedolin Apfelbacher in fröhlicher Atmosphäre eröffnet.

Das gibt es nicht alle Tage: Ein Käferspezialist schenkt seine Sammlung dem Nationalpark und alle freuen sich sehr darüber.

Geschehen in der Nationalparkgemeinde Spiegelau, deren Bürger Friedolin Apfelbacher seine in mehr als 30 Jahren aufgebaute Käfersammlung mit ca. 20.000 Individuen von 3.600 Käferarten Mitteleuropas in 79 Schaukästen der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald schenkte, um sie in der Nationalparkinfostelle Spiegelau in der Touristinfo der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mit der Unterzeichnung des Schenkungsvertrages durch den Leiter der Nationalparkverwaltung Karl Friedrich Sinner und dem Käferspezialisten Friedolin Apfelbacher wird zugleich garantiert, dass die Sammlung auch in Zukunft bei wissenschaftlicher Betreuung erhalten bleibt.

Damit ging der sehnlichste Wunsch des noch sehr rüstigen, aber bereits 83 Jahren alten Sammlers Apfelbacher in Erfüllung.

Bürgermeister Luksch war bei seiner humorigen Begrüßung anlässlich der Ausstellungseröffnung die Freude ins Gesicht geschrieben, hat er doch „zwei Fliegen mit einem Schlag“ erwischt. Zum einen bleibt die wertvolle Käfersammlung in seiner Gemeinde Spiegelau und zum anderen wird damit die Touristinfo neben der Ausstellung der Waldbahn aufgewertet, zumal sich Friedolin Apfelbacher bereit erklärt hat, Gästen die Sammlung zu zeigen und zu erklären.

Auch der Nationalparkleiter Karl Friedrich Sinner betonte in seiner Ansprache, wie wertvoll die Käfersammlung für den Nationalpark sei, denn Friedolin Apfelbacher hat solange es den Nationalpark gibt, dort systematisch die Käferwelt gesammelt und hervorragend präpariert. Mit „der Nationalpark hat in der Forschung seit vier Jahren einen neuen entomologischen und mykologischen Schwerpunkt gesetzt. Eine Vergleichssammlung ist deshalb von unschätzbarem Wert“, unterstich Sinner die Bedeutung der Schenkung und fügte schmunzelnd hinzu: „die Sammlung von Friedolin Apfelbacher wird noch viele Menschen überzeugen, dass es im Nationalpark nicht nur „einen“ Käfer gibt.

Der Käferexperte Heinz Bußler betonte in seiner Laudatio ebenfalls die Bedeutung der Käfersammlung Friedolin Apfelbachers, denn sie erfülle drei wichtige Punkte aus wissenschaftlicher Sicht: „die Sammlung erfolgte nicht des Sammelns wegen, sondern mit einem übergeordneten Ziel. Der Sammler Apfelbacher wer stets integer, also grundehrlich bei seiner Leidenschaft. Und letztlich wurden die Käfer mit allen zugehörigen Daten wie Fundort und Besonderheit dokumentiert“.

Mit Frische und fester Stimme erzählte schließlich Friedolin Apfelbacher den anwesenden Gästen „seine Geschichte“ über die Entstehung seiner Leidenschaft zum Käfersammeln. Sie begann, wie so oft bei folgereichen Ereignissen, höchst seltsam und alles andere als animierend. „Beim Säubern der Kellerschächte“, so Apfelbacher, „fand ich mehrere Käfer. Einen großen Laufkäfer nahm ich in die Hand, um ihn näher zu betrachten. Das beunruhigte das Krabbeltier so sehr, dass es mir aus seinem After einen Schuss Gas in die Augen spritzte, dass mir Hören und Sehen verging, und auf der Hand hinterließ er mir eine gelbbraune, stinkende Brühe! Diese Art der Verteidigung faszinierte mich so sehr, dass ich einfach mehr über Käfer wissen wollte.“

Mit dieser „bitteren“ Erfahrung erreichte Apfelbacher die Herzen seiner Gäste und sorgte für eine Ausstellungseröffnung in lockerer und heiterer Atmosphäre.

Die Käfersammlung ist bei freiem Eintritt während der Öffnungszeiten der Touristinfo Spiegelau (Mo – Do 8:00 – 17:00 Uhr; Fr 8:00 – 15:30 Uhr und Sa 9:00 – 11:00 Uhr) zu bewundern. Interessiere Gruppen werden nach Voranmeldung bei der Touristinfo (Tel. 08553 960017) von Friedolin Apfelbacher durch die Ausstellung geführt. 

Bildunterschrift
Nationalparkleiter Karl Friedrich Sinner (links) und Käferspezialist Friedolin Apfelbacher unterzeichnen bei der Ausstellungseröffnung in der Nationalpark- und Touristinfo-Stelle Spiegelau den Schenkungsvertrag über die 20.000 Individuen umfassende Käfersammlung.
Foto: W. Bäuml 


Bilder stehen unter http://www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de/aktuelles/mediathek/index.htm zum Download bereit

Das Veranstaltungsprogramm zum 40-jährigen Jubiläum des Nationalparks Bayerischer Wald kann auf der Website der Nationalparkverwaltung unter http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de unter Aktuelles“ heruntergeladen werden.

 

Pressefotos allgemein zum Download


Bilder zur aktuellen Pressemitteilung

Freigabeerlaubnis nur in Verbindung mit der jeweiligen Pressemitteilung


Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Elke Ohland

Kontakt:

Tel. +49 8552 9600161
Fax +49 8552 9600100
Email: elke.ohland(at)npv-bw.bayern.de

      Team & Mitarbeiter