Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

22.01.2009
Nr. 007/09
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Winterfreuden im Nationalpark

Ein Wintermärchen verspricht der Nationalpark Bayerischer Wald für die kalte Jahreszeit seinen Gästen – und das nicht nur auf den Berggipfeln, wo sich bereits jetzt der Schnee meterhoch türmt, sondern auch in den Hängen und Tälern. Ein üppiges Angebot an geräumten Wanderwegen, Führungen für die ganze Familie und wiedereröffneten Besucherzentren mit umgebenden Tier-Freigeländen laden ein in den Winterzauber einer wilden Waldnatur.

Eine unberührte Waldlandschaft, geräumte, aber nur gesplittete Wanderwege und gut präparierte Loipen sind ein Angebot des Nationalparks, den Winter zu erleben, wie er aus so manchen Kindheitsträumen Erinnerungen weckt an unbeschwerte Zeiten. Steigen Sie ein in diese Welt, sie ist kein Traum, sie ist Wirklichkeit und bringt die Seele ein Stück näher an die  heile Welt einer ungestörten Natur. Ob ganz alleine einfach nur Abtauchen und Entspannen vom Stress des Alltages oder mit Freunden, der Familie und dem Hund die Spuren der Tiere im Schnee entdecken und die Geheimnisse des Winters lüften – mehr als 70 Kilometer geräumte Wanderwege und eben so viele Loipen stehen bereit für die Reise in ein Winterparadies.

Dort leben auch Tiere voller Entbehrungen in der für sie harten, frostigen Zeit. Ausgeklügelte Strategien ermöglichen ihnen, den Kampf mit der Hungersnot zu gewinnen. Über Jahrtausende hinweg hat sich ein von Tierart zu Tierart unterschiedliches Verhalten bewährt und weiter vererbt. Aber der Erfolg hängt an einem seidenen Faden. Störungen durch rücksichtslose Menschen sind nicht in diesem Kalkül vorgesehen, sie bringen zusätzliche Not oder sogar den Tod. Aber keine Angst, wir Menschen dürfen ganz unbesorgt und ohne schlechtes Gewissen teilhaben am winterlichen Naturgenuss, uns freuen über den herrlichen Pulverschnee und den zarten Vogelstimmen lauschen, wenn wir auf dem Weg bleiben. Diese „Linien in der Landschaft“ sind den Tieren bekannt, werden von ihnen akzeptiert, wenn sie dabei genügend Freiraum zum Rückzug behalten.

Viel einfacher zu erleben und ohne Störungen zu beobachten sind die Tiere des Winterwaldes natürlich in den beiden Tier-Freigeländen um die Besucherzentren Haus zur Wildnis bei Ludwigsthal und Hans-Eisenmann-Haus bei Neuschönau. Dorthin führen auch öffentliche Verkehrsmittel – das Haus zur Wildnis besitzt sogar eine eigene Haltestelle für die Waldbahn.

Auerochsen, Wildpferde und natürlich Wolfsrudel und „Pinselohr Luchs“ leben in weiträumigen Landschaftsgehegen auf dem Weg zum Haus zur Wildnis, um uns Einblick in ihren Alltag zu gewähren. Wohl als einzigartig in seiner Bauweise und Ausstattung darf die gleich zu Beginn des Wildpferdegeheges in den Hang gebaute Steinzeithöhle bezeichnet werden. Neben spannenden Videos über die Auswirkungen der letzten Eiszeit auf Menschen, Tiere und Pflanzen ist dort eine originalgetreue Nachbildung eines Ausschnittes, der erst 1944 im Süden Frankreichs entdeckten Grotte von Chauvet mit ihren einzigartigen Felsmalereien zu bewundern. Sie öffnet ein Fenster in die Vergangenheit und ist zugleich eine lebendige Brücke zwischen dem Eiszeitalter vor ca. 30.000 Jahren und der Gegenwart mit den draußen weidenden Wildpferden und Urrindern in den Gehegen.  

Nach so viel frischer Luft in knackiger Kälte tut etwas Wärme durchaus gut. Dazu lädt das Besucherzentrum Haus zur Wildnis ein. Es ist täglich und durchgehend von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Neben individueller Beratung für eine optimale Gestaltung eines Besuches in winterlicher Waldnatur werden bei freiem Eintritt Naturfilme, Tonbildschauen und sehenswerte Ausstellungen, wie z. B. die ganz neue Ausstellung „Natur hat 1.000 Gesichter“, die einzigartige Reise in die Unterwelt sowie die atemberaubende 3-D-Schau,  angeboten, die alle dazu beitragen, die im Nationalpark der Natur gewährte Freiheit zu verstehen.
Ganz besonders gilt dies für Kinder; denn ein Erlebnisraum lädt ein, die Natur mit allen Sinnen bei Spiel und Spaß zu entdecken.

Das ausführliche Winterprogramm liegt an den Besucherzentren und Infohäusern des Nationalparks, in allen Touristinfos der Nationalparkgemeinden und bei den Nationalpark-Partner-Betrieben kostenlos aus. Natürlich ist es auch auf der Internetseite des Nationalparks unter www.nationalpark-bayerischer-wald.de/Aktuelles/Index.htm zum Downloaden bereit.

 


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