Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

29.07.2009
Nr. 109/09
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Auswilderung eines Habichtskauzes

Foto: Habichtskauz

Foto: Habichtskauz

Am Freitag, den 31. Juli 2009 wurde im Tier-Freigelände im Nationalparkzentrum Lusen ein junger Habichtskauz beringt und freigelassen.

Der Habichtskauz, die zweitgrößte Eulenart, war noch im vorletzten Jahrhundert bei uns weit verbreitet. Im Jahre 1926 wurde der letzte Habichtskauz im Böhmerwald abgeschossen und war damit praktisch in ganz Mitteleuropa ausgerottet. Durch die Auswilderung von Jungvögeln aus der Gefangenschaftsnachzucht des Nationalparks Bayerischer Wald kommt der Habitskauz inzwischen wieder in freier Wildbahn vor. Etwa 15-20 Paare leben heute im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet. Ziel ist es, die Population bis auf eine Größe von 40 Paaren zu stützen. Auch Österreich beteiligt sich an diesem Projekt, um die Verbindung des Böhmerwaldes mit den Brutgebieten im Osten Tschechiens und in Slowenien herzustellen.

2007 konnte im Nationalpark Bayerischer Wald die erste sichere Freilandbrut auf einem natürlichen Brutbaum nachgewiesen werden. Dies zeigt dass durch die natürliche Dynamik allmählich wieder Strukturen im Nationalpark entstehen wie man sie aus osteuropäischen Urwäldern kennt.

Der Kauz, der eine Größe von etwa 60 cm erreicht und bis zu 15 Jahre alt werden kann, ernährt sich in erster Linie von Mäusen, aber auch andere Beutetiere wie Insekten und Fröschen stehen auf seinem Speiseplan.

Vor der Freilassung musste der seltene Habichtskauz aber noch beringt werden, um weitere Daten über die Tiere und die Entwicklung der Population zu erhalten. Die Beringung wurde durch den Touristikleiter der Gemeinde Hohenau, Andreas Seidl und der stellvertredenen Touristikleiterin der Gemeinde Borova Lada (CZ) vorgenommen, die im Rahmen des Projektes „Tierisch wild“ die Patenschaften für die Eulen übernommen haben.

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