Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

25.06.2009
Nr. 077/09
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Startschuss für ein gemeinsames Interregprojekt Natur-Mensch-Technik

Kinder einer oberösterreichischen Hauptschule simulierten im Jugendwaldheim des Nationalparks Bayerischer Wald die Wirkungsweise der Wildtier-Telemetrie.
Foto: Rainer Pöhlmann

Kinder einer oberösterreichischen Hauptschule simulierten im Jugendwaldheim des Nationalparks Bayerischer Wald die Wirkungsweise der Wildtier-Telemetrie. Foto: Rainer Pöhlmann

Besuch der Hauptschule Haslach aus Oberösterreich im Nationalpark Bayerischer Wald
Endlich war es soweit - etwa 25 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Haslach aus Oberösterreich machten sich im Rahmen eines dreitägigen Aufenthaltes im Böhmerwald mit ihren Lehrern und dem österreichischen Projektleiter Karl Zimmerhackl auf den Weg ins Jugendwaldheim. Damit war der erste Schritt hin zum gemeinsam geplanten und von der EU im Rahmen von Interreg IV geförderten grenzüberschreitenden Projekt der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald und der Österreichischen Naturschutzjugend gemacht. Ziel ist es, Jugendliche über ihre Technikbegeisterung näher an die Natur heranzuführen und Natur als Lebensgrundlage verständlich zu machen. Es werden Anstöße gegeben, sich mit Naturgesetzen auseinander zu setzen und ihre fundamentale Bedeutung für menschliches Handeln zu erfahren. Technik soll weder hoch gepriesen, noch verteufelt werden - vielmehr soll bewusst gemacht werden, dass technische Errungenschaften immer auch zwei Seiten für das zukünftige Leben aufweisen.
Die geplanten Programme fordern die Jugendlichen auf, sich mit der Thematik auseinander zu setzen und eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen - Projektarbeit ist dafür die geeignete Methode.
Um die räumlichen und technischen Voraussetzungen zu schaffen, wird das Jugendwaldheim ausgebaut. Die Leitung dieses Projektes und auch spätere Koordination der Gruppen ist am Jugendwaldheim angesiedelt.
Ein Teil der jungen Gäste aus Oberösterreich waren mit den Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung Miriam Traube und Thorsten Zeppenfeld im Gelände unterwegs. Sie gingen unter fachkundiger Anleitung durch die Forscher der Frage nach, wie sich Wildtiere in der unberührten Natur des Nationalparks bewegen, welchen Tagesrhythmus sie haben, welche aktuellen Standorte die Tiere gerade haben und was sie fressen. Rothirsche, Rehe und Luchse tragen Halsbandsender und übermitteln damit die gewünschten Daten an die Forscher. Vorgestellt wurden auch weitere Techniken wie Radiotelemetrie, Wärmebildkameras, Fotofallen. Eigenständig konnten die Jugendlichen verschiedene Dinge ausprobieren. Die vielen Fragen, mit denen die Forscher gelöchert wurden, zeugten vom regen Interesse der Jugendlichen.
Der andere Teil der Gruppe war im Wechsel mit einer Waldführerin zu Luchs und Wolf unterwegs und erfuhr Wissenswertes über Lebensweise, Lebensraum und Biologie dieser Tiere.

Für die Schülerinnen und Schüler war es ein abwechslungs- und erlebnisreicher Tag im Nationalpark Bayerischer Wald. Für Oktober sind bereits neue Aktionen gemeinsam mit österreichischen und deutschen Schülern in Planung.
Die Projektdauer von drei Jahren wird den jungen Menschen nicht nur die Zugänge, sondern Wege in die Natur erschließen, die weit über ein Strohfeuer hinausreichen und sich zu Leuchttürmen entwickeln werden, so der österreichische Projektleiter Karl Zimmerhackl.

Bildunterschrift:
Die Kinder der Hauptschule Haslach aus Oberösterreich simulierten bei ihrem Aufenthalt im Jugendwaldheim des Nationalparks Bayerischer Wald die Wirkungsweise der Wildtier-Telemetrie mit Hilfe eines Halsbandsenders und einer Peilantenne.
Foto: Rainer Pöhlmann

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