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Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

13.10.2008
Nr. 156/08
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Am Samstag Konzertabend im Haus zur Wildnis

Mit einem außergewöhnlichen Konzertprogramm lädt das Haus zur Wildnis zum Saisonabschluss am 18. Oktober 2008 ein. Dazu wurden Werke zweier bedeutender tschechischer Musiker des 19. und 20. Jahrhunderts ausgewählt, nämlich Antonín Dvorák und Leos Janácek. Präsentiert werden sie von herausragenden Künstlern aus unserem Nachbarland.

Der 1992 gegründete Kammerchor „Prazstí Pevci“ (Prager Sänger) unter seinem Dirigenten Staníslav Mistr gehört unbestritten zu den besten Chören der tschechischen Hauptstadt und ist auf die Interpretation mehrstimmiger Kompositionen aller Epochen spezialisiert. Vor allem widmet sich der Chor der modernen klassischen Musik, bereitet dabei auch Erstaufführungen vor, die teilweise auch für den Tschechischen Rundfunk aufgenommen werden. Die Prager Sänger haben bereits höchste Preise in internationalen Wettbewerben gewonnen (z.B. Jersey 2002, Praga Cantat 2003) und bereits mehrere CD-Aufnahmen produziert. Als erster Chor haben die „Prager Sänger“ sämtliche Chorlieder von Antonín Dvorák aufgenommen und werden eine Auswahl davon auch beim Konzert präsentieren.

Eine Komposition, die sehr selten bei uns zu hören ist, bildet den musikalischen Gegenpart. Der mährische Komponist Leos Janácek hat mit den in den Jahren 1917/18 komponierten Liederzyklus Zápisník zmizelého („Tagebuch eines Verschollenen“) einen ganz bedeutenden Beitrag zum Lied des 20. Jahrhunderts geliefert. Es handelt sich dabei um die Vertonung von Gedichten, die das Schicksal eines Bauernburschen und seiner Liebe zu einem Zigeunermädchen erzählen und die in einer Brünner Zeitung abgedruckt waren. Janácek, der beim Studium mährischer Volkslieder und dem Tonfall der Alltagssprache das Prinzip der Sprachmelodie entwickelte, schuf aus dieser literarischen Vorlage einen faszinierenden Zyklus von 21 kurzen Liedern für Tenor (Bauernbursche), Alt (Zigeunerin) und dreistimmigen Frauenchor und einem berühmten Klavierstück, das die Liebesszene der beiden beschreibt. Der Zyklus ist ein Prüfstein für jeden Tenor, der nicht nur Gestaltungsvermögen, sondern zum Abschluss auch noch das hohe C verlangt.

Dieser Zyklus wird in der Originalsprache gesungen, die Projektion der international äußerst positiv bewerteten deutschen Übersetzung von Eberhard Maria Zumbroich während der einzelnen Lieder wird das Geschehen für jedermann verständlich machen.

Bereits ab 19:00 Uhr gibt es eine halbstündige Einführung in das Werk und die kulturgeschichtlichen Hintergründe.

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Die Gastronomie im Haus zu Wildnis ist bis zum Konzertbeginn durchgehend geöffnet.

Eintritt für das Konzert: 10,- €, ermäßigt: 8,- €.

Im Haus zur Wildnis und bei Schreibwaren Schreindl (Schottarkaden) in Zwiesel sind Karten im Vorverkauf erhältlich.

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