Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Einladung zum Wissenschaftlichen Vortrag

Hochmoor im Bayerischen Wald

Den wilden Katzenarten auf der (molekularen) Spur

Von der Eiszeit (Evolutionsgeschichte) bis zur Gegenwart (Management)

Prof. Dr. Jörns Fickel, Universität Potsdam

Donnerstag, 16.03.2017 um 19:00 Uhr
Haus zur Wildnis, Ludwigstal
(öffentliche Veranstaltung, freier Eintritt)

Katzen begleiten den Menschen schon seit ewigen Zeiten. Sie werden wegen ihrer Eleganz bewundert und einige wegen ihrer Kraft und Schnelligkeit gefürchtet. Neben dieser Faszination, die sie auf Menschen ausüben, sind Katzen aber auch eine evolutiv sehr erfolgreiche Gruppe, der es gelungen ist, in relativ kurzer Zeit fast alle Kontinente zu erobern. Zwischen 37 und 40 Arten (je nachdem, welchen Taxonomen man fragt) tummeln sich in den 14 Gattungen, die die Familie der Felidae (echte Katzen) ausmachen. Die ältesten der modernen Katzen sind im Miozän vor rund 11 Millionen Jahren entstanden, einige ihrer heute ausgestorbenen Vorfahren sind noch älter. Unsere Hauskatze ist dabei mit einem (evolutiven) Alter eine der jüngsten, nicht mal 1 Mio. Jahre hat sie auf dem Katzenbuckel.

Prof. Dr. Jörns Fickel, Leiter der Abteilung Evolutionsgenetik am Institut für Zoo- und Wildtierforschung und Professor an der Universität Potsdam für Molekulare Ökologie und Evolution, berichtet in seinem Vortrag über die Evolutionsgeschichte der wilden Katzenarten und über den Beitrag von genetischen Methoden für ihr Management. Dabei geht er auch darauf ein, wie man festlegt, was überhaupt eine Art ist, wie man das Alter von Arten mittels molekularer Uhren bestimmen kann und wie man Schutzkonzepte entwickelt, die verhindern, dass genetische Vielfalt verloren geht und negative Effekte durch Inzucht entstehen.