Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Einladung zum Wissenschaftlichen Vortrag

DNA-Anlaysen im Dienste von Artenschutz und Wildtiermonitoring am Beispiel von Wolf, Wildkatze und weiteren FFH-Arten

DNA-Anlaysen im Dienste von Artenschutz und Wildtiermonitoring am Beispiel von Wolf, Wildkatze und weiteren FFH-Arten

Dr. Carsten Nowak

Am Donnerstag, 26.11.2015 um 19.00 Uhr
Waldgeschichtliches Museum St. Oswald
(öffentliche Veranstaltung, freier Eintritt)

Untersuchungen zur Verbreitung und Ausbreitungsdynamik seltener Säugetiere kommen heute in vielen Fällen kaum ohne begleitende DNA-Analysen aus. Zur Unterstützung von Artenschutz und Wildtiermonitoring wurde an der Außenstelle Gelnhausen des Forschungsinstitut Senckenberg in den letzten Jahren ein DNA-Labor aufgebaut, in dem jährlich Tausende meist nichtinvasiv gesammelter Proben im Rahmen zahlreicher Forschungsprojekte und Monitoringvorhaben untersucht werden. DNA-Proben werden vor allem durch Haarfallen gewonnen, die mit Baldrian als Lockmittel besprüht werden.

Die Methode ist in Mitteleuropa sehr effektiv und führte in Kombination mit den genetischen Untersuchungen bei Senckenberg zu einem einzigartigen Datensatz mit mittlerweile über 3000 individuellen Wildkatzengenotypen aus Deutschland und ganz Europa.

Durch die Entwicklung neuer Markersysteme konnte anhand dieses Datensatzes gezeigt werden, dass Hybridisierung mit Hauskatzen in Deutschland sehr selten vorkommt und die momentan stattfindende Erweiterung des bekannten Verbreitungsgebietes der Art am besten durch natürliche Ausbreitung sowie das regionale Übersehen von Wildkatzenvorkommen gedeutet werden kann.

Wir hoffen auf eine spannende Diskussion.

Dr. Claus Bässler
Sachgebiet Naturschutz und Forschung