Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Einladung zum Wissenschaftlichen Vortrag

Einzigartiges Zusammenspiel von Natur und hochmoderner Technik: das Tierbeobachtungssystem ICARUS – hier sein strategischer Kopf Martin Wikelski mit einem der tierischen Protagonisten, ein mit GPS ausgestatteter afrikanischer Flughund. (Foto: Martin Wikelski)

ICARUS – ein neues globales Tierbeobachtungssystem

Vortrag von Prof. Dr. Martin Wikelski

Am Donnerstag, 26. Februar 2015 um 19.00 Uhr
Haus zur Wildnis, Ludwigsthal
(öffentliche Veranstaltung, freier Eintritt)

Martin Wikelski, Experte auf dem Gebiet der globalen Erforschung von Tierwanderungen, wurde für seine maßgeblichen Beiträge zum Thema mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2010 als „Abenteurer des Jahres“ von der bekannten internationalen Natur-Zeitschrift „National Geographic“. In seinem Vortrag wird er das neue globale Projekt ICARUS (Abkürzung für International Cooperation for Animal Research Using Space) vorstellen.

Ziel der Initiative ist es, die globalen Wanderbewegungen kleiner Tiere zu beobachten. In der heutigen international vernetzten Welt sind derartige globale Daten unabdingbar um zu verstehen, wie man gleichzeitig die menschliche Gesundheit sowie die Tierwelt schützen kann. Im Rahmen von ICARUS sollen daher die unterschiedlichsten Tiere – von Insekten über Vögel und Flughunde bis hin zu Bergziegen – mit modernster GPS-Elektronik ausgestattet werden, um ihr Verhalten mit einer neuartigen Empfangsstation auf der Internationalen Raumstation ISS zu erfassen und seine Bedeutung zu entschlüsseln.

Da viele Tiere auf Umweltveränderungen oft viel sensibler als Messgeräte reagieren, können so erfasste Verhaltensmuster wichtige Anzeiger für bevorstehende oder grade erst erfolgte Veränderungen werden. Wilde Tiere werden so Augen, Ohren und Nasen in der Welt sein und mit ihrem 6. Sinn Vorhersagen für die Menschheit liefern. Das Max-Planck Institut für Ornithologie in Radolfzell/Konstanz wird dieses neue weltweite Tierbeobachtungssystem im Jahr 2016 zusammen mit dem Deutschen Luft- und Raumfahrtmanagement DLR aus dem Weltall etablieren.

Wir hoffen auf eine spannende Diskussion.

Dr. Claus Bässler
Sachgebiet Naturschutz und Forschung