Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

  • Druckversion

Ausstellung "Geborgen in der Arche"

Holzstiche von Gretl Eisch aus der Sammlung von Uwe Krause

Ausstellung vom 26.12.15 bis 29.05.16 im Waldgeschichtlichen Museum

Versunken in der Erinnerung (Holzschnitt von Gretl Eisch)

In der bayerisch-böhmischen Grenzregion zog das Kunstobjekt von 2003 – 2005 die Aufmerksamkeit auf sich. Das Projekt ist die gemeinsame Idee der Glasgestalter Ronald Fischer und Hubert Stern. Es besteht aus 480 einzeln ausgeschnittenen und zusammengesetzten Flachglasscheiben. Das Boot ist fünf Meter lang und drei Tonnen schwer.

Die Glasarche liegt in einer 6 m großen Hand aus Eichenholz, die von den böhmischen Holzbildhauern Tomaš Indra und Libor Kuzdas geschaffen wurde. Arche und Hand bilden ein bayerisch-böhmisches Gemeinschaftswerk.

Vom Lusen im Nationalpark Bayerischer Wald, wanderte das Schiff aus Glas auf Kirchplätze, vor Glashütten, zu InfoZentren - insgesamt 20 Stationen. Es war Mittelpunkt vieler Veranstaltungen und Aktionen. Menschen öffneten sich füreinander. In den Nationalparks wurde eine Brücke zwischen Mensch und Natur geschlagen. Der Dialog um die Arche ließ das Vertrauen für ein zukunftsweisendes Miteinander wachsen. Menschen legten ihre Sorgen, Wünsche und Hoffnungen in die Arche.

Wo sollte das Kunstwerk seinen endgültigen Platz haben? Stimmig war für viele eine letzte Station vor dem Glasmuseum in Frauenau, wo die Arche 2006 gelandet war. Engagiert, fantasievoll und hitzig waren die folgenden Diskussionen. Die Arche wurde sogar 2007 in einer Piratenaktion vorübergehend entführt; zuletzt bis zu ihrem Abtransport aus Trauer verhüllt.

Schließlich brachte man die Arche 2008 wieder an den Ausgangsort am Lusen im Nationalpark zurück.

Die Arche, Symbol für Gemeinsamkeit aber auch Überleben, Verantwortung gegenüber der Schöpfung und gegenüber dem Nächsten, hat Gretl Eisch fasziniert und zu ihren fantastischen Holzschnitten inspiriert. Immer wieder greift sie das Thema auf und schenkt uns neue Märchen. Pfarrer Uwe Krause hat sich dafür begeistert, sammelt die Arbeiten von Gretl Eisch, und stellt sie in seinen Kirchen aus.

Die Ausstellung im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald mit 48 Holzschnitten und einigen Holzskulpturen von Gretl Eisch kam auch deshalb zustande, weil Pfarrer Uwe Krause sich diese Ausstellung in der näheren Umgebung der original Arche im Nationalpark Bayerischer Wald gewünscht hatte. Alle Bilder in der Ausstellung wurden freundlicherweise von Pfarrer Uwe Krause aus Altena-Dahle zur Verfügung gestellt; die Plastiken sind Privatbesitz.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 4. März 2016 um 19.00 Uhr statt.

Öffnungszeiten:

Vom 26. Dezember bis einschließlich 30. April täglich von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Vom 1. Mai bis einschließlich erster Novemberwoche täglich von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt frei!